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Deutschland-Ranking: In vier Kategorien muss München aufholen

München und sein Speckgürtel: Die Zahlen beziehen sich auf den Rang in Deutschland für die Kreise und die Stadt bezüglich Wachstum, Jobs, Einkommen, Sicherheit und Lebensqualität.

München - Wie steht München im Vergleich zu anderen Städte da? Eine große Studie des Focus zeigt, dass besonders der Landkreis top ist. Aber die Stadt hat vier Kategorien, wo sie aufholen muss.

Viel Licht, aber auch einiger Schatten: Dieses Bild ergibt sich für Oberbayern im Deutschland-Vergleich laut einer Untersuchung des Nachrichtenmagazins Focus: Drei Landkreise aus Oberbayern stehen an der Spitze! Demnach belegt der Landkreis München Platz 1, dahinter folgen die Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm und Freising. Allerdings gibt es für die erfolgsverwöhnte bayerische Landeshauptstadt einen Dämpfer: Gleich in vier Kategorien (siehe unten) liegt München auf ganz miserablen Plätzen im Vergleich aller deutschen Regionen!

Für die aktuelle Focus-Studie wurden mehr als zwei Millionen Daten für alle 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland erhoben. Die Kategorien waren Wachstum und Jobs, Firmengründungen, Produktivität und Standortkosten, Einkommen und Attraktivität sowie Sicherheit und Lebensqualität.

Landkreis München oben auf

Der Landkreis München punktet etwa mit zwei ersten Plätzen in den Kategorien Firmengründungen sowie Produktivität und Standortkosten. Dazu erreichen die Oberbayern dank hoher Löhne und vieler Zuzüge einen zweiten Rang in der Kategorie Einkommen und Attraktivität. Wahnsinn: Insgesamt haben sich unter den Top 20 des Deutschland-Rankings gleich 17 bayerische Kreise platzieren können! Übrigens: Auf dem letzten Platz des Vergleichs landet wie im Vorjahr die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt.

Jetzt aber zu München: Die Landeshauptstadt liegt in der Kategorie Einkommen und Attraktivität bundesweit an der Spitze. Nur ein Beispiel: Hier verdienen Software-Entwickler 55 000 Euro im Jahr, während der deutschlandweite Durchschnitt bei knapp 44 000 Euro liegt. Insgesamt sind die Münchner Löhne laut einer Studie von gehalt.de 23,8 Prozent höher als im bundesweiten Durchschnitt.

Doch im Vergleich mit allen Landkreisen und kreisfreien Städten kommt München nach der Focus-Studie nur auf Platz 52. Von wegen, München sei bundesweit Spitze. Laut der Untersuchung schneidet die Stadt an der Isar vor allem im in den sensiblen Bereichen Kriminalität, Altersarmut, Lohnunterschied sowie Fachkräftemangel besonders schlecht ab.

Hier schneidet München schlecht ab

Altersarmut: Platz 376

Laut Rentenreport Bayern 2016 des Deutschen Gewerkschaftsbundes bekommt ein Mann, der voriges Jahr in Rente ging, lediglich 891 Euro! Zum Vergleich: 1044 Euro ist die Durchschnittsrente für Männer. Frauen bekommen mit im Schnitt 763 Euro zwar mehr als bundesweit (676 Euro), doch das reicht in München kaum zum Überleben. Folge: Immer mehr Rentner müssen beim Sozialamt aufstocken: Laut Sozialreferat sind von Altersarmut derzeit rund 15 000 Menschen betroffen – und jährlich kommen 4 Prozent dazu!

Straßenkriminalität: Platz 256

Auf diesen Platz braucht die Landeshauptstadt nicht gerade stolz sein – mit Platz 256 bei der Straßenkriminalität, das sind Straftaten im öffentlichen Raum wie Einbruch, Körperverletzung, Raub und Vergewaltigung. Der Sicherheitsreport des vergangenen Jahres weist in der Metropole 104134 Straftaten aus. Aussagekräftig sind die Straftaten pro 100.000 Einwohner: In München wären dies nach den aktuellsten Zahlen 6465. Zum Vergleich: Der beste Landkreis in der Kategorie Sicherheit, der Kreis Erding liegt bei 3398 Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Lohnunterschied: Platz 341

Frauen erhalten für ihre Arbeit durchschnittlich 22 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Ihr Bruttolohn pro Stunde liegt bei 15,83 Euro, während Männer 20,20 Euro erhalten. In München ist das Gehaltsgefälle zwischen Frauen und Männern laut Regionsgeschäftsführerin Simone Burger vom DGB Bayern besonders eklatant, weil hier der Dienstleistungssektor besonders hoch ist. „In diesen Branchen kommen meist keine Tarifverträge zur Anwendung, deshalb ist die Lohnlücke in München großer als in anderen Städten.“

Fachkräftemangel: Platz 326

Wie passt das zusammen? München boomt an allen Ecken, Arbeitsplätze gibt es zuhauf. Und doch belegt die Stadt in der Focus-Studie nur Rang 326 beim Arbeitskräftenachwuchs. Jobs sind da, aber wenig Qualifizierte, die ihn übernehmen könnten. Fachkräftemangel entwickelt sich laut Bayerischen Industrie- und Handelskammertags immer mehr zum Hemmschuh für die bayerische Wirtschaft. Ungeachtet der aktuell guten Stimmung sieht jedes zweite Unternehmen in den fehlenden Fachkräften ein Risiko für die Geschäftsentwicklung.

Warum sind unsere Mülleimer genoppt? 38 kuriose München-Fakten

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1. Alle Entfernungs-Angaben zu München auf Bayerns Autobahnen beziehen sich auf die Mariensäule. © dpa
2. Wenn man das gesamte Straßennetz der Stadt per Taxi durchqueren würde, dann müsste man etwa 3460 Euro löhnen. © dpa
3. In München gibt es 10 962 Künstler, in der Kulturwirtschaft sind 40 140 beschäftigt. © dpa
4. Rund 40 000 Tauben bevölkern München. © dpa
5. Durch Falschparker nimmt die Stadt im Jahr zirka 10,5 Millionen Euro ein. © dpa
6. Seit Thomas Seehaus (Symbolfoto) ist München Millionenstadt: Er kam am 15. September 1958 zur Welt. Eltern: Hubert (Kaminkehrermeister) und Brigitte aus Pasing. © dpa
7. Die Dienstumkleide-Kabinen der Polizeiinspektion 22 am Prinzregentenplatz befinden sich im ehemaligen Schlafzimmer Adolf Hitlers. © Kurzendörfer
8. In den U-Bahnhöfen Odeons- und Goetheplatz laufen seit dem Jahr 2000 ununterbrochen zwölf Klassik-Stücke – in einer 300-Minuten-Schleife. © Kurzendörfer
9. Der FC Bayern hat auf Facebook über sechs Millionen Fans – das sind mehr als die nachfolgenden zehn deutschen Fußballclubs zusammen. © dpa
10. 2011 zogen 112 947 Menschen nach München – Rekord der vergangenen 20 Jahre. © dpa
11. Eines der beiden Uhrenblätter am Isartor (hier das "andere") ist verkehrt herum angebracht. Das ist europaweit einmalig! © Schlaf
12. Die Abfalleimer sind genoppt, damit Wildplakatierer keine Chance haben. © Kurzendörfer
13. Würde man eine Linie zwischen dem Nordturm der Frauenkirche und dem Turm der Heilig-Geist-Kirche verlängern, würde sie genau nach Mekka führen. © dpa
14. Bei uns leben 30 828 Hunde, die täglich sechs Tonnen Hundekot erzeugen. © dpa
15. Eine Wiesnmass hat etwa so viel Alkohol wie acht Schnäpse. © dpa
16. Die Ziegen, die das Leder für neue Lederhosn für die Wiesn liefern, haben in Indien oder Pakistan gegrast. © dpa
17. In Hella­brunn sind 19 183 Tiere. © Tierpark Hellabrunn
18. Der kleinste Friedhof steht in Neuhausen und hat 175 Grabstätten. © Haag
19. Die laufenden Füße und die Augen des Tatort-Vorspanns wurden am Flughafen München-Riem gedreht. © dpa
20. Der Wolfsbrunnen am Kosttor zeigt Rotkäppchen und den Wolf, weil dessen Stifter Adolf Wolf hieß. © Emons Verlag
21. Die Klingel gehört zur Burschenschaft Stauffia (Stollbergstr. 16). © Emons Verlag
22. Das Wiesn-Riesenrad war das erste weltweit mit „Zacken“ – also außen aufgehängten Gondeln. © dpa
23. In den insgesamt 53 Pflegeheimen der Stadt liegt die Männerquote nur bei 21 Prozent. © dpa
24. Das nicht anerkannte, selbsternannte Fürstentum Seborga (Italien, 323 Einwohner) hat ein Konsulat in Bogenhausen. © Symbolfoto: dpa
25. München liegt südlicher als Wien (Foto). © dpa
26. Die erste Aufgabe des ersten namentlich bekannten Henkers Münchens, „Magister Haimpert“: Er hängte seinen Vorgänger (14. Jh.). © dpa
27. Die Frauenkirche war das erste deutsche Fotomotiv. © dpa
28. Die Knetmasse wurde im Jahr 1880 vom Münchner Apotheker Franz Kolb erfunden. © dpa
29. Die US-Hardrockband Mötley Crüe hat extra zwei Umlaute in ihren Namen einbauen lassen, weil Löwenbräu ihr Lieblingsbier ist. © dpa
30. Die Blattschneiderameise (Symbolfoto) Resi ist mit fünf Millimetern Länge das kleinste Tier Hellabrunns. © dpa
31. 248 Einwohner Münchens sind über 100 Jahre alt. © dpa
32. Früher verwendete man in einigen deutschen Gegenden das Wort „münchen“ für kastrieren. © dpa
33. Jeder Baum der Stadt muss eine Grundfläche von 24 qm und eine Mindestbreite von drei Metern zur Verfügung haben. © düa
34. Jimi Hendrix erfand sein Gitarrenschrotte am 9.11.66 in Schwabing ("Big Apple") © dpa
35. Eine über 300 Jahre alte Linde am Westfriedhof ist der älteste Baum der Stadt. © Jantz Sigi
36. Zur Wiesn-Zeit fahren die Rolltreppen schneller. © Schlaf
37. Die Monatsmiete der Tiefgarage im neuen Palais an der Oper kostet so viel wie der Hartz-IV-Monatsregelsatz: 375 Euro. © Schlaf
38. In München gibt es 50 000 leere Grabstätten. © Symbolfoto: Jantz

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