CSU-Kritik an Plänen

Spart das neue Klinik-Konzept an der Notfallversorgung?

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Wird an der Notfallversorgung bei den städtischen Kliniken zukünftig gespart? Diese Sorge hat der Bezirksvorsitzende der Senioren Union München, Reinhold Babor.

München - Der Stadtrat saniert die städtischen Kliniken - inklusive Betten- und Personalabbau. Beim neuen Konzept werde an der Notfallversorgung "geknausert", kritisieren Teile der CSU.

Der Bezirksvorsitzende der Senioren Union München schlägt Alarm! Reinhold Babors (76) Vorwurf: Beim vom Stadtrat am Mittwoch abgesegneten Konzept für die städtischen Kliniken werde „an der Notfallversorgung geknausert“.

Reinhold Babor.

Konkret geht es Babor, der für die CSU selbst im Stadtrat sitzt, um das Klinikum Harlaching. Das soll nach dem Konzept - wie auch das Schwabinger Klinikum - nur noch ein lokales Notfallzentrum für Innere Medizin und Allgemeinchirurgie sein. „Diese Zentren tragen nur Sorge dafür, dass Patienten für den Weitertransport in ein regionales Zentrum stabilisiert werden.“

So sei es vorstellbar, dass eine schwierige innere Bauch-OP in Harlaching nicht mehr möglich sei. Gerade für Senioren sei ein Weitertransport aber gefährlich, meint Babor. „Sie brauchen eine Klinik in der Nähe.“

Auch in welche Klinik die Patienten verlegt würden, sei noch total unklar. Das Konzept sieht die sogenannten Kompetenzzentren Nord (Klinikum Bogenhausen und Klinikum Schwabing) und Süd (Klinikum Neuperlach und Klinikum Harlaching) vor.

Babor bezweifelt aber, dass Bogenhausen als überregionales und Neuperlach als regionales Zentrum alle Patienten aufnehmen können. „Ich habe gegen das Konzept gestimmt - an der Notfallversorgung darf nicht gespart werden!“

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