Neues Strafjustizzentrum: Wettbewerb entschieden

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Das Modell zeigt den Architekturentwurf für den Neubau des Strafjustizzentrums München.

München - Die Pläne für das neue Strafjustizzentrum in München kommen voran: Der Architektenwettbewerb ist entschieden. Ein größerer Saal als der für das NSU-Verfahren so heftig umstrittene A101 ist dort bisher nicht geplant.

Die Pläne für Münchens neues Strafjustizzentrum sind einen Schritt weiter. Justizministerin Beate Merk (CSU) präsentierte am Donnerstag die Sieger des Architektenwettbewerbs. Der geschätzt 234 Millionen Euro teure Neubau setze „ein städtebauliches und architektonisches Ausrufezeichen“, sagte die Ministerin. Er soll Platz für 1300 Mitarbeiter der Münchner Strafjustizbehörden bieten und eine Nutzfläche von rund 38 000 Quadratmetern haben - der Bau soll frühestens 2019 fertig werden.

27 Architektenbüros hatten Entwürfe eingereicht, fünf davon bekamen Preise. Wenn der Haushaltsausschuss des Landtags zugestimmt hat, erhält das staatliche Bauamt München den Planungsauftrag und beginnt Verhandlungen mit den Preisträgern.

Eine größerer Gerichtssaal als der für das NSU-Verfahren umgebaute Schwurgerichtssaal A101 sei in dem neuen Gebäude bisher nicht geplant. Man werde sich aber Gedanken machen, ob man zwei Säle so konzipiere, dass man sie ohne allzu großen Aufwand in einen umwandeln könne, sagte Merk. Darüber hinaus wird ein Hochsicherheitssaal im Gefängnis Stadelheim gebaut. Vor allem dieser Saal solle künftig A101 ersetzen - und er werde auch größer sein als dieser. Im Frühsommer sollen die Bauarbeiten beginnen und 2016 abgeschlossen sein.

Die Pläne für das neue Gebäude hingegen müssen noch einige Hürden nehmen. Der Bau soll 2015 beginnen. Ende 2019 oder Anfang 2020 soll er fertig sein.

dpa

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