"Lärm ist zu viel"

Anwohner-Klage gegen Stadt-Neubau

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Die klagenden Anwohner am Montag im Verhandlungssaal des Verwaltungsgerichts.

München - Anwohner der Nymphenburger Straße klagen gegen einen Neubau der Stadt. Sie wollen den Lärm nicht akzeptieren. Es gibt auch weitere Probleme.

„Der Lärm ist einfach zu viel. Das können wir nicht akzeptieren“, sagen die Anwohner der Nymphenburger Straße 173. Dort baut die Stadt gerade den zweiten Abschnitt eines großen Wohn- und Kulturzent­rums – den Neuhauser Trafo. Darin sollen 15 geförderte Wohnungen, eine Krippe für 48 Kinder und ein Bürgerzentrum mit Tiefgarage entstehen.

Gegenstand der Gerichtsstreits: der Neubau in der Nymphenburger Straße 171–173

Nur: In der Baugenehmigung wurden zwar zahlreiche Auflagen notiert, es fehlt aber die Festlegung von Emissionswerten. Wie laut die Nutzung auf dem Gelände sein darf, ist also nicht konkret geklärt. Dagegen klagten die Anwohner nun vor dem Verwaltungsgericht. Denn sie fürchten, dass durch Besuchsverkehr die Lärmwerte von erlaubten 60 Dezibel tagsüber und 45 Dezibel nachts dauerhaft überschritten werden. Vor allem, weil bei dem Gebäudekomplex jährlich zehn Sonder-Veranstaltungen wie Feste zugelassen sind. „Wir haben Gespräche angeboten, um eine allgemeinverträgliche Lösung zu finden. Aber die Stadt hat abgelehnt“, ärgern sich die Anwohner. Die Stadt wiederum fürchtet nun im Falle einer gerichtlichen Niederlage Einschränkungen beim Bau. Im Kern geht es aber um die geplante Nutzung darin. Heute will das Verwaltungsgericht sein Urteil mitteilen.

A. Thieme

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