Tempolimit 50 km/h

Der Blitzer an der Landshuter Allee ist da!

Landshuter Allee Blitzer
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Hau ruck! Elektriker bauen hier eine große, neue Radarfalle an der Landshuter Allee in der Tempo 50-Zone auf.

München - Es ist ein ganz schönes Trumm, das die Arbeiter am Mittwoch an der Landshuter Allee stadteinwärts abgeladen haben. Und dieser Automat bringt den Autofahrern gar nichts Gutes:

Er ist der erste von vier Hightech-Blitzern, der das neue Tempolimit von 50 km/h überwachen soll!

Seit zwei Wochen gilt in diesem Bereich des Mittleren Rings nicht mehr wie zuvor 60 km/h. Der Grund ist die hohe Stickstoffdioxid-Belastung, die 2013 doppelt so hoch war wie erlaubt. „Mit Tempo 50 können wir die Belastung um bis zu 50 Prozent senken“, erklärte Umweltreferent Joachim Lorenz bei der Einführung.

Ein wenig haben die Autofahrer noch Schonfrist. „Die Blitzer

Der Blitzer an der Landshuter Allee. Bild vergrößern.

werden voraussichtlich zur Jahreswende aktiviert“, sagt Werner Kraus von der Münchner Polizei. Die vier Apparate müssten aufwändig installiert, geeicht und in Probebetrieb genommen werden, bis es wirklich losgeht. Immerhin: Die Blitzer sind keine fiesen Geisterblitzer, bei denen der Autofahrer nichts vom Abschuss mitbekommt – wie etwa im Richard-Strauss-Tunnel. Kraus: „Wenn ein Fahrer geblitzt wird, wird das sichtbar sein.“

Die Technik ist aber nicht weniger modern. Laut Polizei arbeiten diese riesigen Apparate mit einer ähnlichen Technik wie die nagelneue Radarfalle namens „PoliScan Speed“, die im Sommer vier Wochen lang in Traunreut auf der B304 getestet wurde.

Diese Anlage ist mit einer Alarmanlage gesichert und verfügt über modernste Lasertechnik und digitale Bildverarbeitung. So kann der Blitzer quasi ununterbrochen laufen. Eine volldigitale Bildverarbeitung

Auch der Stromkasten für den Blitzer stadtauswärts steht seit Mittwoch am Mittleren Ring parat. Bild vergrößern

sorgt für eine effizientere Arbeit der Verkehrsüberwachung und spart im Vergleich zum Betrieb der herkömmlichen stationären und mobilen Überwachungssysteme Kosten. Medienbrüche werden vermieden, weil die Digitalisierung von Nassfilmen oder Videobändern entfällt. Die Lasertechnik arbeitet ohne Kontaktschleifen in der Straße, Reparaturen am Straßenbelag und regelmäßige Eichung der Schleifen entfallen ebenfalls.

Den Autofahrern an der Landshuter Allee bleibt nichts anderes, als den Fuß vom Gas zu nehmen. Die Beschränkung auf Tempo 50 oder 40 ist auf dem Mittleren Ring mittlerweile ohnehin schon an vielen Stellen Standard.

Zwölf Milliarden Euro! Das sind die teuren Pläne Münchens

Zwölf Milliarden Euro! Das sind die teuren Pläne Münchens

Wie Kämmerer Ernst Wolowicz (SPD) berichtet, gibt es 251 Projekte – 46 mehr als im Vorjahr, die Politiker und Bürger fordern und deren Kosten noch nirgends vorgesehen sind. © Schlaf Markus
S-Bahn: 900 Mio. Euro.Damit es schneller zum Flughafen geht: Zwischen 2018 und 2023 ist die Tieferlegung der S8 bei Johanneskirchen gewünscht. Der Kämmerer schätzt die Kosten auf bis zu 900 Millionen Euro – eine dramatische Steigerung: Bislang sollte ein Tunnel etwa 500 Millionen Euro kosten. © dpa
Milliarden für U-Bahn.Viele U-Bahnlinien sollen verlängert werden: Ab 2016 die U5 nach Pasing, Kosten: 350 Millionen €. Die U9 zur Münchner Freiheit, Kosten: bis 900 Mio. €. Die U5 von Pasing nach Freiham, Kosten: bis 500 Mio €. Die längere U4 kostet 300 Mio. und die U-Bahnverbindung U2-U6 bis zu 420 Mio. €. © Jantz Sigi
300 Mio. für Gasteig.Bis Weihnachten soll’s einen Stadtratsbeschluss zum Gasteig geben: Für die Generalsanierung sowie die Ausgliederung von VHS und Stadtbibliothek ab dem Jahr 2020 sind 300 Millionen € kalkuliert. Für die Standortverlegung des Münchner Volkstheaters sind bis zu 150 Millionen € nötig. © Haag Klaus
220 Millionen für Schulen.Der geplante Bildungs-Sportcampus in Freiham ist teuer: 255 Millionen Euro. 220 Millionen will die Stadt für drei neue Gymnasien in Riem, Sendling und Schwabing-Freimann ausgeben, 145 Millionen für neue Schulpavillons und 50 Millionen für Kindertagesstätten. © dpa
400 Mio. für A 99-Anbindung.Der Autobahnring Nord und die Ausfahrten Ludwigsfeld und Neuherberg sind oft überlastet, deshalb ist ein Wunschprojekt auch die Verlängerung der Schleißheimer Straße und die Anbindung an die A99. Ein Tunnel zu einer neuen Ausfahrt ist denkbar. Kosten: bis zu 400 Mio. Euro. © mzv-tz-mm
158 Mio. für Olystadion.Das Olympiastadion (eingeweiht 1972) ist mittlerweile denkmalgeschützt. Damit es keine Ruine wird, könnte es ab 2020 saniert werden – für das Stadion und das Dach wären 158 Millionen Euro fällig – allein zum Austausch der Plexiglasplatten sind 80 Millionen kalkuliert. © dpa/dpaweb-mm
Eine Milliarde für Tunnels.Geprüft werden derzeit Tunnels an der Tegernseer Landstraße und der Landshuter Allee, gewünscht ist eine Röhre am Englischen Garten. München denkt über insgesamt fünf neue Tunnelbauten nach, die Kosten von über einer Milliarde Euro verursachen würden. © Häusler Judith
150 Mio. für Hallen.Seit 2013 gibt es Pläne, wie die maroden Markthallen saniert werden könnten. So soll ein in Nord-Süd-Richtung gestreckter Neubauriegel errichtet werden. Auf ca. 40 000 Quadratmetern sollen Verkaufs- und Lagerflächen, sowie Büroräume für die Lebensmittelbranche entstehen. Die denkmalgeschützten Bauten würden nicht mehr genutzt werden. Auch das Münchner Volkstheater könnte auf dem Areal eine neue Heimat finden. Kosten: Zwischen 120 und 150 Millionen Euro. © Jantz Sigi

nba

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