Ab Donnerstag scharf

Blitzer-Allee: Vier neue Radarfallen am Mittleren Ring

Blitzer, Radarfalle, Mittlerer Ring, Landshuter Allee
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Nummer 3 steht auf Höhe der Neuhauser Polizei-Inspektion in Richtung Norden auf Höhe der Landshuter Allee 32.

München - Am Donnerstag werden an der Landshuter Allee vier neue Blitzer scharf geschaltet. Vier Wochen lang dauert dann der Testbetrieb. Danach wird es ernst für alle Autofahrer, die in die Radarfallen tappen.

Das neueste Gardemaß lautet 80 mal 80 mal 176. Leider keine schöne Frau. Nur weiße Blechkästen. Aber die haben es auch ganz schön in sich: Entlang der Landshuter Allee stehen mittlerweile bereits vier Tempo-Blitzer mit der neuesten Kameratechnik, die nicht nur einfach blitzt und filmt, sondern auch noch mitdenkt!

Nummer 1: Dieser Blitzer steht an der Landshuter Allee in Richtung Süden an der Ecke Hanebergstraße.

Vorerst bekommen Temposünder noch keine Punkte-Post von der Polizei. In den nächsten drei Wochen arbeiten die vier Kästen lediglich im Testbetrieb. Dann werden die Ergebnisse dem Innenministerium vorgelegt. Und dann erst wird es ernst.

Nummer 2: Der hier blitzt Temposünder nach dem Landshuter-Allee-Tunnel Richtung Donnersbergerbrücke

Polyscan Speed, kurz PSS, wird die neue Messtechnik genannt, die einen 75 Meter langen Laserteppich auf die Straße legt. Die Kamera wählt in Sekundenbruchteilen den günstigsten Augenblick, um den Temposünder gerichtsverwertbar abzulichten. Die Kameras entlang der Landshuter Allee – zwei für jede Fahrtrichtung – messen ausschließlich das Tempo. Seit Mitte Oktober wurde die Höchstgeschwindigkeit von 60 auf 50 herabgesetzt – aus Umweltschutzgründen. Dabei geht es weniger um den Feinstaub sondern mehr um den Ausstoß von Stickstoffdioxid, dessen Werte entlang der Landshuter Allee viel zu hoch sind. 150.000 Fahrzeuge passieren den Mittleren Ring an dieser Stelle jeden Tag. Mit der Temporeduzierung lässt sich der Stickstoffdioxid-Ausstoß nach Berechnungen des Umweltreferates um bis zu 15 Prozent reduzieren.

Nummer 4 überwacht die Landshuter Allee in Richtung Norden auf Höhe der Ebenauer Straße.

Die neuen Kameras haben auch noch eine zweite Funktion: Sie können aus den Blechkästen entnommen und für die mobile Tempoüberwachung in dafür ausgerüsteten zivilen Fahrzeugen der Polizei eingesetzt werden. Diebstahlsversuch zwecklos. Die weißen Blech-Ladys sind alarmgesichert.

Auch interessant: Die aktuelle Verkehrslage in und um München auf einen Blick.

Der Bußgeld-Katalog für Temposünder

Bußgeld für Temposünder
Verwarnungsgeld, Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot - Temposünder müssen mit einer Strafe rechnen. © dpa
Bußgeld für Temposünder
Wer in der Stadt 70 km/h zu viel auf dem Tacho zahlt 680 Euro, kassiert vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.  © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Das Geld liegt auf der Straße: Kritiker halten viele Radarfallen, besonders außerhalb von Gefahrenstellen, für Abzocke. „Bundesweit erwarten Kommunen für 2013 Blitzer-Einnahmen von mehr 600 Millionen Euro“, so Torsten Florian Singer, Sprecher der Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke.   © Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke
Uhu
Tausende Autofahrer sind 2012 auf einer Eifeler Landstraße in eine Radarfalle gerauscht und wurden bestraft. Eine Tempo-Sünderin klagte zwar erfolgreich gegen die Radarfalle, doch zum Schutz der nachtaktiven Uhus, die in Felsen an der Straße leben, gilt für Autofahrer mit Einbruch der Dämmerung und nachts Tempo 50 und tagsüber Tempo 70. © dpa
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen.
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen. © dpa
moderne Blitzer-Anlage
Wer trotz dieses Verbots ein solches Gerät betriebsbereit an Bord hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und vier Punkten in Flensburg rechnen. © dpa
Lichthupe
Das Warnen anderer Verkehrsteilnehmer mittels Handzeichen oder Schildern ist grundsätzlich nicht verboten. Sollten andere Verkehrsteilnehmer aber behindert oder abgelenkt werden, kann die Polizei das Warnen untersagen. Die häufige Praxis, mit der Lichthupe auf Blitzer aufmerksam zu machen, ist allerdings nicht erlaubt und wird mit einem Bußgeld von zehn Euro bestraft. © dpa

Dorita Plange

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