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Kiosk-Drama in München: Ganzes Viertel trauert um Betreiber - „Werden dich endlos vermissen“

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Von: Julian Spies

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Viele Nymphenburger trauern um Klaus Otto Anetzberger, der kürzlich mit 55 Jahren gestorben ist.
Viele Nymphenburger trauern um Klaus Otto Anetzberger, der kürzlich mit 55 Jahren gestorben ist. © A. Schmidt

Der Kiosk am Romanplatz ist verwaist. Der Betreiber des bei zahlreichen Stammkunden beliebten Treffpunkts ist gestorben. Viele Menschen aus dem Stadtteil trauern.

München* - Auf der Rampe vor dem Kiosk-Eingang stehen Kerzen und Blumen: Rote und weiße Grablichter, pinke Rosen, gelbe Narzissen erinnern dort an Klaus Otto Anetzberger. Der Betreiber des Kiosks am Romanplatz in Nymphenburg ist am 17. Januar gestorben. Er wurde nur 55 Jahre alt.

Der Verstorbene war beliebt und bekannt im Viertel. Das zeigen auch die Erinnerungen an ihn, die nun an der Kiosktür neben Corona-Informationen und Werbeplakaten hängen. Ein Freund von Anetzberger hat sogar einen offenen Brief verfasst. „Wir und alle, die jede Woche gerne zu dir kamen, werden dich endlos vermissen“, schreibt Christian F.. Und: Er gibt den Veränderungen am Romanplatz und in der gesamten Gegend Mitschuld an dem Tod. Es sei „eine Schande, was hier passiert“.

München: Kiosk musste kürzlich schließen, Mietvertrag wurde nicht verlängert

Der Kiosk von Klaus Anetzberger musste kürzlich schließen, weil es wohl zu keiner Verlängerung des Mietvertrages kam. Hallo München berichtete, dass es Meinungsverschiedenheiten bezüglich einer Sanierung gab. Man habe sich nicht auf eine Weiterführung des Ladens einigen können. In Nymphenburg jedoch war der Kiosk für viele Bürger eine beliebte Anlaufstelle. „Der Kiosk am Romanplatz vom Klaus ist eine Institution für sich“, stellt eine Kunde im Internet fest. Der Betreiber sei immer freundlich und gut gelaunt gewesen. Aber es wird nun auch im Viertel erzählt: Die Streitigkeiten wegen der Sanierungs-Probleme hätten dem Mann extrem zugesetzt.

Jetzt ist die Trauer bei den Kunden groß: „Es ist so unglaublich traurig! Was ist aus dieser lebendigen Ecke geworden?“ steht auf einem Zettel an einem der Fenster. „Wir vermissen dich“ schreibt ein weiterer Trauernder. Auch Christian F. verabschiedet sich in seinem Brief: „Alles Gute auf deinem Weg zum lieben Gott und wir werden dich niemals vergessen.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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