Keiner will schuld sein

Donnersbergerbrücke: Keine Fahrradständer mehr

Radlfahrer aufgepasst: An der Donnersbergerbrücke dürfen keine Fahrräder mehr abgestellt werden. Das geht aus einer Anfrage der Grünen an die Stadt hervor.

München - Am S-Bahn-Halt Donnersbergerbrücke wird es auf absehbare Zeit nicht mehr oder zumindest modernere Fahrradständer geben. Dies geht aus einer Antwort der Stadt auf eine Anfrage der Grünen hervor. Dies sei erst möglich, wenn das Planungsreferat gemeinsam mit dem Freistaat und der Bahn eine einvernehmliche Regelung gefunden habe, wie diese Maßnahmen realisiert werden könnten, so das Baureferat.

Hintergrund: Die Deutsche Bahn AG sieht seit einiger Zeit die Zuständigkeit für die Errichtung weiterer Fahrradabstellanlagen bei der Stadt München und verlangt auf bahneigenen Flächen hierfür sogar Mietzahlungen. Nach Meinung des Baureferats wälzt die Bahn damit eine Serviceleistung, die überwiegend ihren S-Bahnkunden zugutekommt, auf die Stadt München ab. OB Dieter Reiter (SPD) habe bereits in einem Schreiben im Dezember 2015 darauf hingewiesen, dass ein weiteres Engagement der Stadt nur bei angemessener Mitwirkung der Bahn beziehungsweise des Freistaates Bayern als Aufgabenträger des S-Bahn-Verkehrs infrage komme. Dahingehende Gespräche würden laufen, ein abschließendes Ergebnis liege aber noch nicht vor. Laut Baureferat ist derzeit nur der Austausch veralteter Fahrradständer möglich.

Die Behörde verweist überdies darauf, dass der S-Bahnhof Donnersbergerbrücke unmittelbar von der Baumaßnahme zur zweiten S-Bahn-Stammstrecke betroffen ist. Die Flächen unterhalb der Donnersbergerbrücke rund um den S-Bahn-Zugang würden für die Abwicklung der Baustelle benötigt. Dem Baureferat zufolge könnte eine neue Fahrradabstellanlage daher erst nach Fertigstellung der zweiten Stammstrecke errichtet werden. Dies wäre frühestens 2025.

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Rubriklistenbild: © Westermann

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