Polizei bietet um Hinweise

Zwei Männer brechen in Eisdiele ein - dann machen sie etwas Ungewöhnliches

Nachdem sich zwei Unbekannte Zugang zu einer Münchner Eisdiele verschafft hatten, haben sie erst einmal etwas gemacht, was man von keinem Einbrecher erwartet. Die Tat endete dramatisch.

München -  Als sich Ionut-Maricel Drezaliu der Eisdiele näherte, war er gleich alarmiert: „Bei mir brannte Licht!“ Der Angestellte der Gelateria Pinocchio an der Nymphenburger Straße wohnt in einem Zimmer im rückwärtigen Teil des Cafés. Er war am vergangenen Samstagabend ­unterwegs und kehrte gegen Viertel vor eins mit einem Bekannten zurück. Beunruhigt betraten die Männer die Gelateria. Und tatsächlich: Die Tür zum Zimmer des 28-Jährigen war offen – aufgebrochen! Zwei Unbekannte standen mitten im Raum!

„Sehr ­mutig“, lobt ­Pinocchio-Chef Giuseppe Sergi den Mitarbeiter Ionut-Maricel Drezaliu
Ein Über­wachungsvideo zeigt die Einbrecher. Die Polizei erbittet Hinweise

Die Einbrecher reagierten blitzschnell. „Der eine ist rausgerannt. Ich habe ihn verfolgt, aber ihn an der Pappenheimer Straße aus den Augen verloren.“ Derweil habe sein Bekannter versucht, den zweiten Mann in der Eis­diele einzusperren. „Aber er konnte durchs Fenster entkommen. Ich habe draußen noch versucht, ihn aufzuhalten“, berichtet Drezaliu. Mit einer ­Plastiktüte, in der geklaute Schnapsflaschen waren, habe der Einbrecher nach ihm geschlagen. Er verfehlte. Doch auch ihm gelang die Flucht.

Kuchen gegessen und Geld gestohlen

Ein Über­wachungsvideo zeigt die Einbrecher. Die Polizei erbittet Hinweise

Weniger eilig hatten es die Ganoven, nachdem sie gegen 22 Uhr in die Neuhauser Gelateria eingestiegen waren. Dort aßen sie laut Polizei erst mal ­Kuchen. Danach machten sie sich daran, eine Reisetasche mit Lebensmitteln zu füllen. Ein Überwachungsvideo zeigt, wie die beiden im Café ihr Unwesen treiben. Nach ihrer Stärkung brachen die Männer das Zimmer auf. „Sie haben meine Sachen durchwühlt und mein Geld gestohlen!“, klagt Drezaliu. 600 Euro raubten ihm die Kriminellen – Kindergeld, dass der Rumäne seiner Familie schicken wollte.

Der Chef ist stolz auf seinen furchtlosen Mitarbeiter. „Er war sehr mutig – ärgerlich, dass die Ganoven flüchten konnten“, meint Inhaber Giuseppe Sergi, der das Pinocchio seit 22 Jahren betreibt. „Es gab schon mal Vorfälle, aber das hier ist was ganz anderes. Ich hoffe, die Polizei findet die Täter.“

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Stadtteil München posten wir auch auf der Facebook-Seite „Neuhausen - mein Viertel“.

tas

Rubriklistenbild: © Google StreetView

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