Allergischer Schock auf Baustelle

Wespenstiche kosten Bauarbeiter auf Gerüst fast das Leben 

München - Der Stich zweier Wespen hat einem Bauarbeiter in der Lazarettstraße fast das Leben gekostet. Der Mann musste auf einem Gerüst in sechs Metern Höhe reanimiert werden.

Die Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr wurden um 9.05 Uhr am Montagmorgen alarmiert. Ein 45-jähriger Bauarbeiter stand auf einem zirka sechs Meter hohen Gerüst auf einer Baustelle in der Lazarettstraße, als er von zwei Wespen gestochen wurde. Kurz darauf erlitt der Mann nach Angaben der Feuerwehr einen allergischen Schock und kollabierte auf dem Gerüst. Seine Kollegen alarmierten sofort den Rettungsdienst. Einsatzkräfte des Notarztwagens „Mitte“ und der Feuerwache „Schwabing“ versorgten den bewusstlosen Mann auf dem Gerüst. 

Der Gesundheitszustand des Bauarbeiters verschlechterte sich rapide schnell, weshalb er reanimiert werden musste. Mit Hilfe eines sogenannten Spineboards und eines Thoraxkompressionsgerätes* konnten ihn die Einsatzkräfte zügig von dem Gerüst holen und in den Schockraum einer Münchner Klinik transportieren. 

Zum Gesundheitszustand des Mannes machte die Feuerwehr keine weiteren Angaben.

Bei einem allergischen Schock (auch anaphylaktischer Schock genannt) regiert nicht nur die Haut, unter anderem mit Juckreiz auf den Stich, sondern mindestens noch ein weiteres Organ. Dabei kann es zum Beispiel zu Atemnot, Schwindel oder Übelkeit kommen. Die Symptome können sogar zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

*Ein Thoraxkompressionsgerät übernimmt anstelle der Helfer die Herzdruckmassage am Patienten. Diese Maschine drückt kontinuierlich mit der gleichen Frequenz und Drucktiefe auf den Brustkorb eines Patienten und kann so die Einsatzkräfte bei schwierigen Rahmenbedingungen entlasten. Das Gerät wird vor allem bei Rettungen aus Höhen und Tiefen eingesetzt, um eine gleichbleibende Qualität der Herzdruckmassage zu gewährleisten.

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va

Rubriklistenbild: © dpa

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