Künstler schreibt Brief an Seehofer

Flüchtlingsunterkunft im Schloss Nymphenburg?

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Das Schloss Nymphenburg ist ein Touristenmagnet im Herzen Münchens.

München - Ein Künstler fordert, in einem Seitenflügel des Nymphenburger Schlosses Flüchtlinge unterzubringen. Er hat einen Brief an Horst Seehofer geschrieben.

Ein Seitenflügel des Nymphenburger Schlosses steht seit Jahren leer – Wolfram Kastner vom Kunstprojekt für Flüchtlinge Herein fordert deshalb, auf den mehreren tausend Quadratmetern Wohnfläche unbegleitete Minderjährige aus Syrien oder Irak unterzubringen. „Es ist ein Skandal, dass bei dem akuten Raumbedarf diese Räume leer stehen“, so Kastner in einem Brief an Ministerpräsident Seehofer. In dem Seitenflügel, der der staatlichen Schlösser- und Seenverwaltung gehört, war zuletzt das Institut für Mikrobiologie der Uni München untergebracht.

Der leere Schloss-Seitenflügel.

CSU-Stadtrat Marian Offman stellte zudem eine Anfrage an Oberbürgermeister Dieter Reiter in dieser Sache. "Da die Unterbringung von Asylbewerbern derzeit in München außerordentlich problematisch ist und in den letzten Tagen ankommende Asylbewerber in Zelten untergebracht werden mussten, sollte jeder freistehende Raum auf seine Eignung für die Unterbringung von Flüchtlingen überprüft werden", schreibt er in seiner Anfrage. "Aus den Kriegsgebieten kommen viele alleinstehende Frauen mit Kindern. Wegen der naheliegenden Schulen würden sich die Räume an der Maria-Ward-Straße für diese Familien besonders eignen."

Er fordert den Oberbürgermeister auf, zu prüfen, wem die Räume im Schloss Nymphenburg gehören und ob diese für Flüchtlinge aktuell nutzbar wären. Zugänglich und nutzbar sollen diese aber nur "kurzfristig temporär für alleinstehende Frauen mit Kindern" oder für "weibliche unbegleitete Minderjährige im Asylverfahren" sein.

tz

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