Fahndung nach Sachbeschädigung

Geklaute Kamera liefert Foto: Grinst hier Münchens dümmster Dieb?

+
Dieser Mann soll eine Überwachungskamera an der Baustelle des Strafjustizzentrums geklaut haben. 

Ein Mann hat sich auf dem Gelände, auf dem das neue Justizzentrum entstehen wird, an einer Überwachungskamera zu schaffen gemacht. Nun sucht die Polizei mit Hilfe der Bilder den Unbekannten.

München - Besonders clever war diese Aktion nicht: Ein junger Mann hat an der Baustelle zum neuen Strafjustizzentrum am Leonrodplatz in Neuhausen wohl eine Überwachungskamera beschädigt und geklaut. Was er dabei nicht bedachte: Die Kamera machte, was sie sollte - nämlich aufzeichnen! Dabei entstanden auch Aufnahmen des mutmaßlichen Diebes. Mit diesen Bildern sucht die Polizei jetzt nach dem jungen Mann, den Sie oben rechts sehen.

Täterbeschreibung der Polizei München

Wie das Präsidium mitteilt, soll der etwa 20- bis 30-Jährige die Kamera am Samstag, 17. Februar, nachts zwischen 1.10 und 1.13 Uhr entwendet haben. Sie war auf Höhe der Emma-Ihrer-Straße 5 angebracht. Schaden: rund 1000 Euro. Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, die in Chemnitz sitzt, beobachtete das Geschehen am Monitor. Er informierte einen Kollegen vor Ort. Während dieser sich auf den Weg zum Leonrodplatz machte, flüchtete der Täter aber schon. 

Auch ein Foto seiner Hose lieferten die Aufnahmen der Kamera.

Zeitgleich erstattete der Sicherheits-Mann Anzeige bei der Polizei. Der Gesuchte ist schlank, hat schwarze Haare und einen Bart. Zur Tatzeit trug er eine schwarze Daunenjacke, blaue Jeans und weiße Schuhe. Wer den Mann erkennt oder Hinweise zu dem Tatverdächtigen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei unter 089/29 100 zu melden. Der Staatsschutz ermittelt.

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Sachbeschädigungen rund um die Baustelle: Anarchistische Gruppen riefen zur Sabotage auf. Deshalb wurden mehrere Überwachungskameras angebracht. Wie berichtet, verzögert sich der Bau des Strafjustizzentrums am Leonrodplatz. Denn bei den Bauvorarbeiten stießen Arbeiter auf tonnenweise kontaminiertes Erdreich und einen riesigen, unbekannten Keller. Nach dem Krieg hatten die Amerikaner auf dem Gelände eine Desinfektions-Einheit stationiert. Der Freistaat investiert rund 300 Millionen Euro in den Neubau. Der 39 000 Quadratmeter große, bis zu siebenstöckige Gebäudekomplex wird 1300 Mitarbeitern Platz bieten. Geplanter Bezugstermin ist im Jahr 2021.

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Neuhausen – mein Viertel“

Auch interessant: Drei ungewöhnliche Diebstähle

weg

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kostenexplosion! Münchner S-Bahn-Tunnel wird zum Milliardengrab
Kostenexplosion! Münchner S-Bahn-Tunnel wird zum Milliardengrab
Spektakuläre Pläne: Freistaat will offenbar Seilbahnen am Frankfurter Ring
Spektakuläre Pläne: Freistaat will offenbar Seilbahnen am Frankfurter Ring
Schüsse in Fürstenried: 40-Jähriger gerät bei SEK-Einsatz unter falschen Verdacht
Schüsse in Fürstenried: 40-Jähriger gerät bei SEK-Einsatz unter falschen Verdacht

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion