Tat in Gern

35 Messerstiche: Robin L. gesteht Mord an seiner Ehefrau

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Mit 35 Stichen tötete er Sylvia Z. . Im Rollstuhl kam Robin L. zum Prozess.

35 Messerstiche! Robin L. hat vor Gericht zugegeben, seine Ehefrau umgebracht zu haben. Der Täter holte sich dabei Mord-Nachhilfe im Internet.

München - Als seine Frau am Boden lag, mit blutenden Wunden und entsetztem Gesicht, da hat sich Robin L. (43) noch einmal neben sie gelegt. „Ich habe gewartet, bis sie nicht mehr atmet“, sagt er. Dann ging er hoch in den dritten Stock. „Im Flur kniete ich am offenen Fenster.“ Im Krankenhaus wachte er wieder auf. Mit geborstenen Knochen – und als Mörder: Seine Frau Sylvia Z. (36) hatte er mit 35 Messerstichen getötet.

Die brutale Tat hat der Nachhilfelehrer vor dem Landgericht gestanden. Sein Motiv: Trennungsangst. Als Sylvia Z. aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen wollte, drehte Robin L. durch. Nachdem er am Abend des 12. April 2016 ein Telefonat gehört hatte, „geriet ich in Panik“, sagt er. Sylvia Z. hatte im Gespräch mit ihrer Mutter vereinbart, bei ihr einzuziehen. „Von den Äußerungen war ich perplex und enttäuscht.“ Deshalb schmiedete Robin L. einen eiskalten Plan!

Mord-Nachhilfe im Internet

Laut Anklage holte er sich Mord-Nachhilfe im Internet. Gegen 7:30 Uhr am nächsten Morgen gab er die Suchbegriffe „Weinflasche voll Kopf kaputt“ bei Google ein. Minuten später attackierte er seine Frau im Flur. „Ich habe die Weinflasche vom Schuhschrank gegriffen und ihr auf den Kopf geschlagen.“ Schreiend sei Sylvia Z. zu Boden gegangen. „Dann ging ich in die Küche und nahm mir das Messer“, sagt L. Mit der 20-Zentimeter-Klinge sticht er wie von Sinnen auf seine Frau ein. Sie starb durch den hohen Blutverlust.

Im Rollstuhl wird Robin L. in den Gerichtssaal geschoben. Beim Fenster-Sturz hatte er sich etliche Knochen gebrochen: im Gesicht, im Oberkörper, im Becken und an den Beinen. „Wenn es mir gut geht, kann ich 50 Meter am Rollator gehen.“ Er weint, wenn er über den Tod seiner Frau spricht. „Sie war liebevoll, ehrlich, zielstrebig.“ Er dagegen seit Jahren depressiv. Seit 2004 waren beide ein Paar, heirateten 2014. Aber die Ehe kriselte, der Kinderwunsch blieb unerfüllt. „Sie liebte ihn, wollte ihn nicht verlassen“, sagt die Mutter von Sylvia Z. Er klammerte sich an sie, konnte nicht alleine sein. Der Gedanke, dass Sylvia ging: für Robin L. unerträglich. Deshalb brachte er sie um. Jetzt droht ihm lebenslange Haft.

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