Schöne Bescherung an Heiligabend

Das war mal ein Lamborghini

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Der Lamborghini Gallardo kostet neu mindestens 150 000 Euro. Dieses Wrack nicht mehr ...

München - Pünktlich zur Bescherungszeit an Heiligabend kam es in einer Tiefgarage nahe des S-Bahnhofs Hirschgarten zu einem Brand. Ein Sportwagen brannte aus.

Der Brand sorgte für eine immense Rauchentwicklung am Eisnergutbogen.

Die Kinder hatten sich gerade an den Esstisch gesetzt, als Armand Bekker (46) und seine Frau das flackernde Blaulicht vor der Tiefgarage bemerkten. Sie stürzen zum Fenster: „Schließen Sie sofort alle Fenster! Der Qualm ist giftig!“, ruft ihnen der Feuerwehrmann zu. Was die Familie nämlich nicht bemerkt hatte: Während sie an Heiligabend um ihren beleuchteten Tannenbaum saß, brannte in der Garage unter ihnen ein Auto lichterloh. Nicht nur irgendein Auto, sondern ein mattschwarzer Lamborghini Gallardo (rund 500 PS, über 300 km/h schnell). Kostenpunkt: 150 000 Euro aufwärts.

Vom dichten Qualm alarmiert hatte ein Passant die Feuerwehr gerufen. Auch der Feuermelder der Tiefgarage hatte um 17.50 Uhr Alarm geschlagen. Die anderen Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus am Eisnergutbogen am Hirschgarten in Nymphenburg hatten vom Brand nichts gemerkt.

Der Besitzer des ausgebrannten Luxus-Schlittens ist ein aus dem Irak stammender Wirt (38). Er weiß womöglich noch gar nichts von dem Unglück: Seine Nachbarn vermuten, dass er noch im Urlaub ist. Von seinem ehemaligen Männertraum ist lediglich die schwarze Farbe geblieben …

Auch Achim Hoffmann (43) saß mit seiner Frau und seinem drei Monate alten Kind nichtsahnend im Wohnzimmer bei der Bescherung: „Plötzlich hat ein Nachbarn Sturm geklingelt. Ich dachte zuerst das sei ein Scherz! Irgendwann haben sie dann wie wild gegen das Fenster geklopft …“

Stunden später überkam Hoffmann dann doch die Neugier: Er stieg mit einer Lampe in die ausgebrannte Garage. „Der Lamborghini war zerstört, sonst aber schien alles in Ordnung. Nur der beißende Geruch war heftig.“ Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Das Weihnachtsgulasch der Bekkers musste leider ausfallen – sie durften drei Stunden lang nicht zurück in ihre Wohnung. Die gute Nachricht: Die Bescherung hatte vor dem Brand stattgefunden.

Tobias Scharnagl

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