Schulweg gefährlich nah an Schienen

Kinderfalle Bahngleis

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Thomas Richter hat Angst davor, dass sein Sohn Valentin den Zügen auf dem Schulweg zu nahe kommt

München - Viele Eltern in Nymphenburg und am Hirschgarten sind in Sorge: Die Grundschüler aus dem Neubaugebiet, die östlich der Wotanstraße wohnen, haben nur zwei Schulwege zur Verfügung – und beide sind gefährlich.

Viele Eltern aus den Neubaugebieten in Nymphenburg und am Hirschgarten bekommen Kopfschmerzen, wenn sie ans neue Schuljahr denken. Die Grundschüler aus dem Neubaugebiet, die östlich der Wotanstraße wohnen, haben nur zwei Schulwege zur Verfügung – und beide sind gefährlich. Einer führt über die viel befahrene Wotanstraße, einer am viel befahrenen Bahngleis entlang.

Vor einem Jahr wurde an der Margarete-Danzi-Straße die neue Grundschule eingeweiht, auf die die Eltern der Neubaugebiete Jahre gewartet hatten. Schnell stellte sich heraus, dass der Schulweg schwierig ist. Die offizielle Variante führt über die viel befahrene Wotanstraße (siehe unten), die inoffizielle über einen Kiesweg, der auf der Laimer Überführung zwar kreuzungsfrei über die Wotanstraße führt, aber dafür ein anderes Risiko birgt: Er führt direkt an den Gleisen entlang, auf denen die S-Bahn vorbeidonnert sowie der Nah- und Fernverkehr, ja sogar ICE. „Ich mache mir große Sorgen, dass die Kinder auf die völlig ungesicherten Bahngleise gelangen können und etwas passiert“, klagt Anwohner Thomas Richter. „Da gibt es Kaninchen und jede Menge Schrott, der neugierig machen kann.“

Die Eltern sammelten 140 Unterschriften, mit denen sie beim Bezirksausschuss die Errichtung eines Zauns forderten, was die Stadtteilpolitiker unterstützten. „Die Deutsche Bahn weist jedwede Verantwortung von sich“, klagt SPD-Stadtrat Andreas Lotte. Und die Immobilienfirma aurelis, die den Grund verkaufte, sagt wiederum, die Bahn sei für die Sicherung ihrer Gleise verantwortlich. Jetzt will die Stadt die Sache in die Hand nehmen: „Noch diese Woche gibt es einen Ortstermin mit den zuständigen Referaten, dem Bezirksausschuss und der Bahn“, so Christina Berr, Sprecherin des Schulreferates. „Ziel ist, noch vor Schuljahresbeginn einen Zaun zu errichten.“

Johannes Welte

 

Gefährliche Schulwege

Die Kinder aus dem Neubaugebiet am Hirschgarten haben zwei Möglichkeiten, zur Grundschule an der Margarete-Danzi-Straße zu gehen: Entweder sie überqueren die viel befahrene Wotanstraße, an der nur morgens eine Schulweghelferin steht – oder sie gehen auf dem Deckel der Laimer Überführung, auf dem sie den Bahngleisen gefährlich nahe kommen. Die Stadt will hier jetzt einen Zaun errichten.

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