Gastro-Tipp

„Kini’s Kitchen“: Hier speist man königlich entspannt

Mit Cappuccino und Kini-Kissen: Jason Kritikos, einer der vier Betreiber des neuen Restaurants am Leonrodplatz. Foto: Marcus Schlaf

Wo zuvor „Leon’s Wirtshaus“ war, findet man am Leonrodplatz in Neuhausen jetzt das legere Restaurant „Kini’s Kitchen“. 

München - Einmal „ehrlich & geil“, bitte. Gibt der Gast in „Kini’s Kitchen“ diese Bestellung auf, wird er nicht etwa ungläubig angeschaut. Nein, er bekommt Blattsalate mit gerösteten Brotwürfeln, Antipasti-Gemüse und Sesam an Balsamico-Dressing serviert. „Sweet & tussi“: ein Duett vom Ziegenkäse. „Zärtlich & versaut“: Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und Chili-Rahmkraut. „Die Namen auf der Karte kann man aus Perspektive des Bestellers oder des Gerichts verstehen“, sagt Jason Kritikos und lacht.

Der 38-Jährige ist einer von vier Betreibern des neuen Restaurants direkt am Leonrodplatz in Neuhausen. Die Münchner Jason Kritikos, Thomas Benda, Tarek Baraka und Toni Schala kennen sich seit Schulzeiten. Schon vor zehn Jahren hätten sie das Lokal gerne übernommen, erzählt Kritikos. „Aber da waren wir den Vermietern noch zu grün hinter den Ohren.“

Grün sind heute nur noch die frisch gestrichenen Holzvertäfelungen an der Wand. Als heuer wieder ein Pächterwechsel anstand – bis vergangenes Jahr war hier „Leon’s Wirtshaus“ zu finden –, erhielten die Männer den Zuschlag. Und somit ist das Lokal in gewisser Weise nach vielen Jahrzehnten wieder in Familienhand: Bendas Urgroßvater betrieb im selben Haus in den 20er-Jahren ein Wirtshaus mit Namen „Parzival“ – die Schwarz-Weiß-Bilder von damals sollen bald die weißen Wände zieren.

Generell zeigt sich das neue Restaurant heller und freundlicher als seine Vorgänger: Die dunkle Holvertäfelung erhielt besagten grau-grünen Anstrich, an die Holztische gesellen sich alte Bundeswehrstühle in Grün, Blau und Orange. „Wir wollten einen Ort gestalten, an dem wir uns auch selber wohlfühlen“, sagt Kritikos.

Der 38-Jährige kommt eigentlich nicht aus der Gastronomie, sondern entwirft und produziert Verpackungen. Im Restaurant will er aber auch selbst mit anpacken. Um die komplexen Abläufe zu verstehen, wollen alle vier Chefs die verschiedenen Stationen im Lokal durchlaufen: Service, Bar, Küche. Kritikos sagt: „Ich werde dann der Hiwi vom Koch sein.“

Der Name „Kini’s Kitchen“ leitet sich von der Nähe zu Schloss Nymphenburg ab, dem Geburtsort von Ludwig II., dem Kini. Bilder des Märchenkönigs und seiner Cousine Sisi dienen den Restaurantgästen denn auch als Wegweiser zur richtigen Toilettentür.

Bei der Namensgebung spielte aber auch die altbekannte Floskel mit dem Kunden und dem König eine Rolle, sagt Kritikos. „Wir möchten die Nachbarschaft an richtig gutes Essen gewöhnen.“ Junge deutsche Küche mit internationalem Einfluss. Dazu: guter Service und gute Preise.

Suppe von der Mittagskarte gibt es für 4 Euro, das Fleisch- oder Fischmenü für 9,50 Euro. Abends beginnen die Gerichte bei 10 Euro. Und am Wochenende haben die Neuhauser künftig wieder einen Ort für ein königliches Frühstück.

„Kini’s Kitchen“ an der Dachauer Straße 185 hat dienstags bis freitags von 11 bis 1 Uhr geöffnet, am Wochenende von 10 bis 3 Uhr. Reservierung unter 089/55276389 und per E-Mail: hello@kinis-kitchen.com.

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