Ein Rätsel aber weiter ungelöst

Knochenfund: Es ist die Leiche von Daniela Karaffa

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Nun steht fest: Knochenstücke aus dem Kapuzinerhölzl gehören zur Leiche der seit März 2013 vermissten Daniela Karaffa aus Pasing.

München - Nach dem Knochenfund im Kapuzinerhölzl steht nun fest: Bei den sterblichen Überresten handelt es sich um die Leiche von Daniela Karaffa. Sie wurde seit März 2013 vermisst.

Nun ist es auch von Seiten der Polizei bestätigt: Die Knochenstücke wurden eindeutig der vermissten zweifachen Mutter aus Pasing zugeordnet. Im Pressbericht vomn Sonntagmittag heißt es: "Eine durchgeführte Obduktion im Institut für Rechtsmedizin ergab anhand eines Vergleichs des Zahnstatus zweifelsfrei, dass es sich bei der aufgefundenen Leiche um die Überreste der seit 12. März 2013 vermissten 36-jährigen Daniela Karaffa handelt. Weitere Untersuchungsergebnisse (DNA und Weiteres) stehen bislang aus."

Daniela Karaffas Überreste waren am Freitagmittag in einem kleinen Waldstück am Kapuzinerhölzl im Westen der Stadt gefunden worden. Auf den mysteriösen Fall waren die Ermittler durch einen anonymen Hinweis gestoßen: Anfang der Woche hatte sich ein Unbekannter per Brief bei der Staatsanwaltschaft gemeldet und den Fund angezeigt.

Lebensgefährte von Daniela Karaffa in Haft

Der Fall Fall Daniela Karaffa wurde bereits am Freitag in Medienberichten mit dem Knochenfund in Verbindung gebracht. Die 36-jährige Mutter wurde seit 14 Monaten vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass ihr Ex-Lebensgefährte und Vater beider Kinder Bülent A. (44) sie getötet und die Leiche aus der Wohnung an der Nimmerfallstraße in Pasing geschafft hat. Der Tatverdächtige sitzt aktuell in Untersuchungshaft, Ende Mai soll der Prozess beginnen. Zwischen dem Fundort des Skeletts und der Wohnung von Daniela Karaffa liegen zwar einige Kilometer, doch beide Orte sind im Westen von München.

Ein Rätsel bleibt vorerst ungelöst

Nun drängt sich die Frage auf: Hatte Bülent A. einen Mitwisser? Denn: Woher sollte der anonyme Briefschreiber sonst den exakten Ort gekannt haben, wo die Leiche von Daniela Karaffa lag? Die Polizei tappt hinsichtlich dieser Frage weiter im Dunkeln. Ein Sprecher sagte am Sonntag gegenüber merkur-online.de, dass man davon ausgehe, dass es sich um einen "normalen Finder" handle.

Der Staatsanwalt, an den der anonyme Brief gegangen war, wollte sich nicht über nähere Details äußern, etwa ob der Brief handschriftlich verfasst oder getippt wurde. Das Rätsel um den anonymen Hinweisgeber, der genau beschreiben konnte, wo die Leiche liegt, bleibt also vorerst bestehen.

Der Bayerische Rundfunk hatte bereits am Samstag unter Berufung auf die Münchner Rechtsmedizin berichtet, die Knochen aus dem Kapuzinerhölzl gehörten eindeutig um die Leiche einer Frau. „Wir können das nicht bestätigen und möchten uns an keinen Spekulationen beteiligen“, erklärte dagegen ein Polizeisprecher.

Am Samstag hatten die Ermittler ihre Suche im Kapuzinerhölzl eingestellt. Einen Tag nach dem Fund der Skelettteile seien keine weiteren Leichenteile gefunden worden, teilte ein Polizeisprecher mit.

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fro/dpa

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