Kapuzinerhölzl

BR: Knochen gehören eindeutig zu Frauenleiche

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Polizisten durchkämmen das Waldstück im Kapuzinerhölzl in München, in dem die Leichenteile gefunden wurden.

München - Rätseln nach dem Knochenfund im Kapuzinerhölzl: Ein anonymer Brief hatte die Staatsanwaltschaft informiert, dass eine männliche Leiche im Wald liege. Laut BR handelt es sich aber um eine Frauenleiche.

Laut Pressemitteilung wurde das Polizeipräsidium München am Freitag gegen 12 Uhr von der Staatsanwaltschaft München I über einen anonymen Brief informiert. In diesem war zu lesen, dass im Kapuzinerhözl eine männliche Leiche an einem entwurzelten Baumstamm liege. Anfang der Woche hatte sich ein Unbekannter bei der Staatsanwaltschaft gemeldet und den Fund angezeigt.

Sollte es sich tatsächlich um männliche Knochen handeln, wäre ein Zusammenhang mit dem Fall Dainela Karaffa ausgeschlossen. Dieser Fall wurde am Freitag in Medienberichten mit dem Knochenfund in Verbindung gebracht. Die 36-jährige Mutter wird seit März 2013 vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass ihr Ex-Lebensgefährte Bülent A. (44) sie getötet und die Leiche aus der Wohnung an der Nimmerfallstraße in Pasing geschafft hat. Er sitzt in Untersuchungshaft, Ende Mai soll der Prozess beginnen. Zwischen dem Fundort des Skeletts und der Wohnung von Daniela Karaffa liegen zwar einige Kilometer, doch beide Orte sind im Westen der Stadt. Sollte es sich tatsächlich um die sterblichen Überreste der vermissten Frau aus Pasing handeln, dann hätte ihr Mörder einen Mitwisser gehabt.

Menschliche Knochen entdeckt: Ist es Daniela?

Der Bayerische Rundfunk berichtete am Samstag unter Berufung auf die Münchner Rechtsmedizin, es handele sich eindeutig um die Leiche einer Frau. „Wir können das nicht bestätigen und möchten uns an keinen Spekulationen beteiligen“, erklärte dagegen der Polizeisprecher. Auch das Alter des Toten stehe noch nicht fest. Die Rechtsmedizin sei dabei, die Leiche zu obduzieren. Ob es sich um eine Straftat handelt, könne ebenfalls noch nicht gesagt werden.

Auch gegenüber dem Münchner Merkur hat Polizeisprecher Carsten Neubert am Freitag betont: "Wir werden zum jetzigen Zeitpunkt keine Prognose abgeben, ob es sich um den Fall Karaffa handelt. Wir wissen ja noch nicht mal, ob es eine Frau ist, die hier gefunden wurde.“ Zudem sei auch völlig unklar, wie lange die Knochen schon im Wald gelegen haben – wilde Tiere könnten sich bereits an den Überresten vergangen haben.

Nach dem Fund mehrerer Leichenteile in einem Waldstück im Münchner Westen haben die Ermittler am Samstag ihre Suche eingestellt. Einen Tag nach dem Fund der Skelettteile seien keine weiteren Leichenteile gefunden worden, teilte ein Polizeisprecher mit.

Bilder: Polizei entdeckt Schädel in Wald

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fro/dpa

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