Tierhasser am Werk?

Landshuter Allee: Tauben sterben qualvollen Gifttod

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Ein trauriger Anblick: Vergiftete Tauben

München - Ein Unbekannter hat an der Landshuter Allee offenbar mehrere Tauben vergiftet. Die Tiere starben einen qualvollen Tod.

Die Meldung erreichte die aktion tier Tierrettung München am Mittwochnachmittag gegen 15.30 Uhr: Eine Anruferin, die mit ihrem Kind und ihrem Hund an der Landshuter Allee/Ecke Braganzastraße unterwegs war, sprach von mehreren Tauben, die am Boden lägen und selbst vor Hunden keinerlei Fluchtverhalten zeigten. Ein Tierarzt fuhr sofort zum Einsatzort.

Er entdeckte mindestens zehn Tauben, die in einem Umkreis von 50 Metern bewegungs- bzw. koordinationsunfähig am Boden lagen. Die Tiere zeigten Symptome von Kopfschiefhaltung bis hin zu Krämpfen und Schnappatmung. Zudem fand der Tierarzt Futterreste aus einem seltsam aussehenden Getreide. Weil es sich um so viele Tiere mit lebensbedrohlichen Symptomen handelte, lautete die Verdachtsdiagnose schnell: Vergiftung!

Weil sein Einsatzort von vielen Kindern und Hunden frequentiert wird, alarmierte er die Polizei. Denn um welches Gift es sich genau handelte, war vom bloßen Augenschein nicht feststellbar. 

Die traurige Bilanz: Sieben der Vögel waren wegen ihres hoffnungslosen Zustands nicht mehr zu retten. Die Kollegen von der Vogelklinik mussten sie einschläfern. Eine weitere Taube starbt in der Nacht auf Donnerstag.

Um welches Gift es sich genau handelte, steht derzeit noch nicht fest. Weil seine Wirkung jedoch rasend schnell eingesetzt hat, liegt der Verdacht nahe, dass es vorsätzlich eingesetzt wurde.

Die Gründerin und Vizepräsidentin der Tierrettung, die CSU-Stadträtin und Rechtsanwältin, Dr. Evelyne Menges: „Es ist im Moment zwar noch reine Spekulation, allerdings weist vieles darauf hin, dass die Tauben gezielt vergiftet worden sind. Das würde bedeuten: Hier hat ein Mensch eine Straftat begangen, die geahndet werden muss. Wehrlose Tiere einen qualvollen Tod sterben zu lassen, ist zudem ein schwerer, aber auch hinterhältiger und feiger Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.“

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