Robin L. schreibt Brief aus der JVA

Mörder beschwert sich: „Ich muss die Handyrechnung meiner toten Frau bezahlen“

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In diesem Haus in Gern starb im April 2016 Silvia Z. durch die Hand ihres Mannes.

Er ist verantwortlich für die Bluttat von Gern, hat seine Frau kaltblütig ermordet. Jetzt beschwert sich Robin L. (43) per Brief, dass er die Handyrechnung seiner toten Frau bezahlen muss.

München - Robin L. hat seine Frau ermordet. Aus Angst, Silvia Z. könnte ihn verlassen, sticht der heute 43-Jährige mehrfach auf sein wehrloses Opfer ein, richtet die 35-Jährige regelrecht hin, springt dann aus dem 3. Stock der Wohnung an der Klugstraße. Die Bluttat von Gern vom April 2016 ist vielen als besonders brutal im Gedächtnis geblieben. 

Heute sitzt Robin L. in der JVA Straubing seine Strafe ab, er wurde wegen heimtückischen Mordes zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Wie Bild.de berichtet, beschäftigt sich L. dort offensichtlich weniger mit seiner Tat, als mit den seiner Meinung nach unhaltbaren Folgen. In einem dreiseitigen Brief an Bild beschwert sich der 43-Jährige, dass er nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau deren Handyvertrag weiter bezahlen musste. Silvia Z. arbeitete bei einem Telekommunikationsunternehmen, hatte einen Mitarbeitervertrag für 56,97 Euro, die von Mai 2016 bis Mai 2017 vom Konto ihres Mörders abgebucht worden seien.

Das Blatt zitiert Passagen aus dem Brief, in denen es unter anderem heißt: „Ich finde es unglaublich, unverzeihlich. Das ist einfach der Wahnsinn!“ Er beschwert sich, dass sich das Unternehmen in der Werbung als kundenfreundlich ausgebe, aber Geld von einer Toten verlange.

Über die Tat schreibt Robin L. in dem Brief, den Bild in Teilen hier veröffentlicht hat, dass sie ihm leid tue, dass er sie nicht verstehe und dass er im Gefängnis zu Gott gefunden habe. Über die Unverfrorenheit des Ex-Arbeitsgebers seiner Frau beschwert er sich im Brief mehrfach - dabei dürfte das Unverfrorenste seine Beschwerde selbst sein.

kb

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