Vermisst!

Moosacher Krankenschwester Agnes (50) verzweifelt gesucht

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Das Fahrrad der Vermissten.

Quirin Botzenhardt (21) macht sich große Sorgen um seine Mama. Die 50-jährige Krankenschwester ist am Donnerstagabend nach der Arbeit nicht nach Hause gekommen – und wird seitdem vermisst.

München - Dass Agnes B. (50) nach Dienstschluss kleine Fahrradtouren unternimmt, „ist an sich nicht ungewöhnlich“, meint Quirin. So lange sei seine Mama allerdings noch nie von Zuhause weggeblieben. Zumindest nicht, ohne vorher Bescheid zu geben. Am Freitag hat die Familie Anzeige erstattet. Außerdem haben Suchhunde die Fährte aufgenommen.

„Im Prinzip hat jeder Erwachsene das Recht, zu tun und zu lassen, was er will“, sagt Florian Hirschauer vom Münchner Polizeipräsidium. Ein generelles Rezept, wie man mit Vermisstenanzeigen umzugehen hat, gebe es nicht. Grundsätzlich würde man sich aber in jedem Fall zunächst bei allen örtlichen Taxiunternehmen und Krankenhäusern erkundigen, „um sich einen groben Überblick zu verschaffen“. Nach 24 Stunden würden die Personalien der Vermissten zur Fahndung ausgeschrieben. „Leider können wir im Fall Agnes B. momentan nicht viel mehr machen, als die Augen offenzuhalten“, erklärt Hirschauer.

Eine Nachbarin will die 50-Jährige am Donnerstagabend gegen 17 Uhr unweit des Klinikums Dritter Orden, in dem die Vermisste arbeitet, auf dem Fahrradweg Amalienburgstraße Ecke Menzingerstraße gesehen haben. Dort soll sie an der Schlossmauer entlang Richtung Obermenzing geradelt sein. Quirin B. vermutet, dass seine Mutter ihren Feierabend in der Würmgegend genießen wollte. „Da fährt sie nämlich öfter hin.“ Aus Kollegenkreisen heißt es, dass sich Agnes B. am Nachmittag des 24. August im Internet nach Fahrradtouren umsah.

Um die Suche zu beschleunigen, hat die Familie am Freitag das ehrenamtlich organisierte Münchner Suchhundezentrum kontaktiert. Bereits am nächsten Morgen nahmen zwei Spürhunde die Fährte auf – und schlugen an. Die Stelle, an der die Vierbeiner den Geruch der Krankenschwester gewittert haben, deckt sich mit dem, was die Nachbarin am Donnerstag beobachtet hat. Nun verliert sich die Spur an der Kreuzung Menzingerstraße/Amalienburgstraße in Moosach.

Die Nachricht vom Verschwinden der 50-Jährigen hat sich über die sozialen Netzwerke wie ein Lauffeuer verbreitet. Der Post, den Quirin B. am Freitag via Facebook veröffentlicht hat, war gestern bis Redaktionsschluss bereits knapp 6000 Mal geteilt worden. Zwar hat der 21-Jährige schon etliche Nachrichten mit Hinweisen über den möglichen Aufenthaltsort seiner Mama erhalten. „Bis jetzt war aber noch nichts Konkretes dabei.“ Jetzt will der Student mithilfe von Drohnen nach seiner Mama suchen.

Personenbeschreibung:

Agnes B. ist 1,64 Meter groß, schlank und hat gelocktes, hellbraunes Haar. Vermutlich ist die 50-Jährige mit einer grauen Dreiviertelhose und einer gelben Windjacke unterwegs. Ihr Fahrrad (28 Zoll, Marke Kettler) ist hellblau. Hinweise bitte direkt an die Familie Botzenhardt (Tel. 0151/236 389 04) oder an die Polizei.

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