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Münchens neuer Sportpalast – Im Beachdome ist sogar der Sand wohlig warm

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Von: Michael Hellstern

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Beachvolleyballerin Kim Behrens spielt den Ball
Beachvolleyball erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. © Marius Becker/dpa

Mit der Sportart Beachvolleyball verbindet man eigentlich Sommer, Sonne und Strand. Dass es auch anders geht, zeigt nun ein Projekt in Neuhausen-Nymphenburg.

München – Warmer Sand unter den Füßen, dazu das Klatschen eines Balles: Florian Runtsch (34) könnte das ganze Jahr über Beachvolleyball spielen. Der Beachvolleyball-Trainer beim ESV München* hat jetzt seinen langgehegten Traum in die Tat umgesetzt.

Seit Oktober hat sein Beachdome an der Margarethe-Danzi-Straße 21 in Neuhausen*-Nymphenburg* geöffnet: Nun kann auch im Winter gepritscht, gebaggert und geschmettert werden. „Wir sind die einzige Beachvolleyball-Halle in München“, betont Florian Runtsch.

München: Beachvolleyball in der Halle – Tennis als Vorbild

Doch bis dahin war es ein langer Weg. „Ich hatte mich gefragt, warum das lang erprobte Tennis-Konzept mit Traglufthallen im Winter nicht auch im Beachvolleyball möglich sein soll.“ Überdruck sorgt bei den Traglufthallen dafür, dass sich die Membranhülle über den Platz wölbt. Der ESV verpachtet dem Pasinger nun in der kalten Jahreszeit für 28 Wochen seine Sommer-Beachvolleyball-Fläche.

Mit einer Crowdfunding-Kampagne wollte Runtsch 25.000 Euro für eine Sandheizung sammeln. Das Ziel war bereits innerhalb eines Tages erfüllt: Insgesamt kamen 40.000 Euro zusammen. Den nötigen Rest der rund 250.000 Euro für den Beachdome sammelte Runtsch mithilfe von Sponsoren.

München: Beachdome in Neuhausen-Nymphenburg entstand in Eigenregie

Den Großteil der Arbeiten am Gelände übernahm er in kostengünstiger Eigenregie. „Mein Vater und ich sind zum Glück handwerklich begabt, deshalb konnten wir vieles selbst herstellen.“ So verlegten die beiden wochenlang Kabel für die Bodenheizung, die für einen wohlig-warmen Sand sorgt. „Bei uns steht der Sport im Fokus“, sagt Florian Runtsch, der eigentlich Ingenieur ist, aber neben seiner Trainertätigkeit seit dem Sommer in Vollzeit am Beachdome arbeitet. Zwar gibt es auch eine Beachbar, die aber im Gegensatz zu Konzepten wie dem ehemaligen Beach 38 am Ostbahnhof nicht vermietet wird.

Im Beachdome mit seinen drei überdachten Spielfeldern können nun Spielzeiten gebucht werden. Die Nutzer müssen dazu keine Vereinsmitglieder sein. Eine Stunde für maximal acht Spieler kostet meist 50 Euro. Samstags gibt es ein „Come together“, bei dem von 10 bis 13 Uhr jeder für insgesamt 20 Euro mitspielen kann. „Die Nachfrage ist bisher riesig“, so Runtsch. „Viele Teilnehmer am Crowdfunding haben sich gleich einen Pass für die ganze Saison gesichert.“ Dauern wird diese bis Mitte April. Die Traglufthalle wird dann zusammengefaltet und verstaut.

Den Sommer über kann dann ganz normal auf den Flächen an der frischen Luft gespielt werden, ehe die Halle nächsten Oktober wieder aufgestellt wird. Geöffnet ist die Halle jeweils von Montag bis Freitag von 15 bis 23 Uhr und an Wochenenden sowie Feiertagen von 9 bis 23 Uhr. Nähere Informationen zur Halle und zur Buchung gibt es im Internet unter www.beachdome.de. (hell) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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