Zum Nase rümpfen

Plumpsklo-Posse: Verein bekommt merkwürdigen Vorschlag der Stadt

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Michael Franke (FT Gern) will neue sanitäre Anlagen für den Sportverein

Im Münchner Stadtteil Gern soll der Sportverein Flächen abtreten, damit ein Kindergarten mehr Platz bekommt. Die Sportler spielen da mit. Dass sie dabei von der Verwaltung aber auf ein Plumpsklo geschickt werden sollen, sorgt für Kopfschütteln.

Die Dom-Pedro-Grundschule in Gern platzt aus allen Nähten. Jetzt soll zumindest der Kindergarten eine neue Heimat finden – nebenan, teils auf dem Areal des Sportvereins FT Gern (wo einst Philipp Lahm sein Fußball-Handwerk erlernte). Das geht, sagt Vereins-Vorsitzender Michael Franke. Die FT Gern hat das Areal von der Stadt gepachtet, genau wie die Schule nebst Kindergarten. Doch jetzt gibt’s ein Duell mit dem Baureferat…

Denn der Verein will nach dem Abtreten des Areals „nicht schlechter gestellt sein als vorher“, erläutert Franke. Konkret will der Verein ein neues Materiallager, sanitäre Anlagen sowie einen Trink- und Abwasseranschluss. Vor allem weitere Toiletten wären wichtig. Denn die Rasenplätze sind abgelegen, und regelmäßig beschweren sich Nachbarn über Kinder, die an den Zaun bieseln. Doch das Baureferat sträubt sich. Erst gab’s lange gar keine Antwort, dann den Vorschlag eines Plumpsklos.

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Franke lacht, so absurd findet er die Idee. „Die Leute halten uns doch für blöd, wenn wir neben einen Neubau ein Plumpsklo bauen!“ Mittlerweile läuft die Kommunikation wieder – weil die Stadt noch weitere 130 qm für den Neubau braucht. Franke hat auch dagegen nichts. Nur: Die Stadt solle seine Anliegen ernst nehmen.

Auch der Vorschlag der FT Gern, den Wasseranschluss des neuen Kindergartens zusammen mit dem Verein zu nutzen, wurde abgelehnt. Dadurch wären die staatlichen Zuschüsse für den Kindergarten gefährdet. Bezirksausschuss-Vorsitzende Anna Hanusch (Grüne) fordert eine zügige Lösung.

Astrid Probst

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