Nymphenburg: Unbekannte kippen grüne Substanz ins Wasser

Unbekannte verüben Farb-Anschlag auf Nymphenburger Schlosskanal - bislang fehlt jede Spur von ihnen

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So sah der Nymphen­burger Kanal am Freitagvormittag aus.

Unbekannte haben ein Färbemittel in das Wasser des Nymphenburger Schlosskanals gekippt. Wer hinter der Tat steckt, ist bislang noch unklar.

München - Ach du grüne Neune! Am Freitag staunte ein Mitarbeiter der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung nicht schlecht, als er um neun in der Früh auf den Nymphenburger Schlosskanal schaute. Der war nämlich über Nacht ergrünt. Unbekannte hatten – vermutlich absichtlich – grellgrüne Farbe in den Kanal geschüttet. Der Neon-Ton hielt allerdings nicht lang an – bis zum Mittag hatte sich alles schon wieder verflüchtigt. Wer war’s? Bekennerschreiben oder -video existiert keines. Bisher gibt’s nur eine einzige Spur: die Behälter, in denen vermutlich die Farbe war und die die Täter am Kanal zurückließen.

München: Täter nehmen sich ein Vorbild an Schweizern

Die Polizei geht grundsätzlich davon aus, dass Klima-Aktivisten hinter der Sache stehen. So wie zuletzt in Zürich (Schweiz): Dort hatten Umweltschützer der Gruppe Extinction Rebellion in der vergangenen Woche den Fluss Limmat und damit auch den Zürichsee grün gefärbt. Dafür hatten sie das ungefährliche Färbemittel Uranin verwendet. Die Schweizer ließen sich dann wie Leichen durch das giftgrüne Wasser treiben, um „auf den drohenden Kollaps des Ökosystems und das toxische System“ aufmerksam zu machen. Welche Farbe in München verwendet wurde, ist bisher unbekannt. Die Polizei geht aber nicht davon aus, dass die Grün-Aktion giftig oder gefährlich gewesen sein könnte. Mittlerweile habe sich ohnehin alles aufgelöst.

Unabhängig vom grünen Kanal und seinen Hintergründen steht diese Woche in München im Zeichen der Umwelt. Zum weltweiten Klimastreik von Fridays for Future am Freitag wird auch in München demonstriert – um zwölf am Königsplatz. Es ist nicht das erste Mal, dass die Initiative nach München kommt. Erst vor wenigen Wochen hatte sich ein Tierhasser in Nymphenburger Schlossgarten umgetrieben.

Sina Köstler

Die Situation war äußerst bedrohlich. Beherzte Anwohner haben einen Mann in München womöglich vor Schlimmerem bewahrt.

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