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Zeichen gegen Rechtspopulismus 

Bezirksausschuss boykottiert Münchner Gasthaus - wegen der AfD

Der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg will ein Zeichen gegen Rechtspopulismus setzen. Es soll nicht mehr im Gasthaus „Goldener Hirsch“ beraten werden - dort verkehren  AfD‘ler. 

München - Boykott in Neuhausen. Der Bezirksausschuss (BA) Neuhausen-Nymphenburg will ein Zeichen setzen. Wie unsere Onlineredaktion erfahren hat, soll sich das Gremium in einer Vorstandssitzung fraktionsübergreifend dafür ausgesprochen haben, den Ausschuss nicht mehr wie bisher im Gasthaus „Goldener Hirsch“ tagen zu lassen. Am Dienstag soll es dort die letzte Sitzung geben. Der Grund: Die AfD

Die Partei darf dort Veranstaltungen abhalten. Trotz Druck der Bezirks-SPD auf den Betreiber der Gaststätte, werde am Donnerstag die AfD einen Raum nutzen und eine Auftaktveranstaltung zum Bundestagswahlkampf abhalten.

Wird die AfD für einen Eklat sorgen?

Dass der BA das Gasthaus zukünftig nicht mehr aufsuchen will, sei intern im Vorstand so beschlossen worden, sagt ein BA-Mitglied. Alle 41 Mitglieder würden diese Entscheidung unterstützen, es soll ein Zeichen gegen Rechtspopulismus sein. Ausschussmitglieder vermuten jedoch, dass bei der letzten Sitzung einige AfD-Anhänger zu Besuch kommen. Es werde befürchtet, dass es zu einem Eklat komme, teilt ein BA-Mitglied mit. 

Der BA sei undemokratisch

In einer Mail des AfD-Kreisvorsitzenden München West/Mitte Markus Walbrunn, der uns vorliegt, an „Mitglieder, Freunde und Interessenten des AfD-Kreisverbands“ heißt es, dass zu der letzten Sitzung des BA am Dienstagabend der „ein oder andere“ erscheinen solle, „um die Vertreter des Bezirkes bezüglich ihres undemokratischen Verhaltens zur Rede zu stellen“, was auch immer das bedeutet. 

Einen Boy­kott des Gasthauses „Goldener Hirsch“ gab es bereits 2015. Die SPD sorgte damals dafür, dass der BA in der Gast­stät­te nicht tagte, weil die Par­tei "Die Rech­ten" einen Raum nutzten. Dann wechselte der Betreiber des Gatshauses und der BA kehrte zurück. Jetzt klopft die AfD an.

ch 

Rubriklistenbild: © dpa

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