Silvestermüll im Schlossgewässer

Bäh! Nymphenburger Dreck-Kanal

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Kein schöner Anblick: Flaschen, Raketen und jede Menge Müll treiben vor dem Hubertusbrunnen.

München - Der Anblick, der sich im Moment am Nymphenburger Schloss bietet, ist alles andere als harmonisch. Statt Enten und Fischen schwimmen Flaschen, Silvesterkracher und Raketen im Wasser.

Das Nymphenburger Schloss, der zugehörige Kanal und der See mit dem Hubertusbrunnen ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Auch bei den Münchnern genießt er große Beliebtheit. Ein schöner Ort für einen Spaziergang oder zum Gassi gehen mit dem Hund. Der Anblick, der sich jedoch im Moment für Besucher und Anwohner bietet, ist alles andere als harmonisch. Statt Enten und Fischen schwimmen Flaschen, Silvesterkracher und Raketen im Wasser.

Die Müllhalde am Hubertusbrunnen.

Der ganze Dreck ist zudem eine große Belastung für die Tiere, die im und am Schlosskanal leben. Nach Ansicht des bayerischen Landesfischereiverbandes, ist der Dreck zwar nicht gefährlicher als normaler Müll, er sollte jedoch dennoch zügig entfernt werden. Pressesprecher Thomas Funke mahnt: „Es ist gefährlich für die Tiere, da sie den Müll verschlucken oder speziell die Vögel sich darin verfangen.“ In den Tagen vor Silvester werden die Bewohner durch die Bayerische Schlösserverwaltung darauf hingewiesen, dass das Abbrennen von Feuerwerk in der Nähe des Schlosses generell untersagt ist. Doch der Kanal liegt an mehreren Straßen, deswegen ist es unmöglich, das Gebiet zu kontrollieren oder gar zu sperren. Die Schlösserverwaltung kann deswegen ebenfalls nur an die Vernunft der Bewohner appellieren und die Leute bitten, keinen Müll in den Kanal zu werfen und den Abfall wieder mitzunehmen.

Nun soll der Kanal und der See nach und nach mit Keschern gesäubert werden. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis das Schloss wieder in harmonischem Glanz erstrahlt.

Nicolai Kunz

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