Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Am Westfriedhof brennt der Baum

Streit um Parkplatz: Tannen-Verkäufer soll nach 26 Jahren weg

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André Papsch (r.) und Kollege Michael Spiegl kämpfen um den Christbaumverkauf am Westfriedhof

Seit 26 Jahren verkauft Matthias Grandl Christbäume auf dem Parkplatz vor der Aussegnungshalle am Westfriedhof (Moosach). Wegen eines Streits um ausreichend Parkplätze könnte im nächsten Jahr das Aus kommen.

München - „Manche unserer Kunden sind früher mit ihren Eltern hergekommen, mittlerweile sind sie erwachsen und kaufen ihren eigenen Baum bei uns“, so erzählt es uns Mitarbeiter André Papsch. Aber mit dieser Tradition könnte schon ab dem nächsten Jahr Schluss sein… Weil Grandl mit seinen Bäumen einen Teil des kleinen Parkplatzes am Friedhof blockiert, hat sich ein Moo­sacher Anwohner bei der diesjährigen Bürgerversammlung beschwert.

Deswegen brennt jetzt der Baum! Gut möglich, dass Grandl seine Nordmanntannen zukünftig auf seinem Hof in der Eversbuschstraße in Untermenzing verkaufen muss. Die Stadt prüft gerade den Bürgerwunsch, den Christbaumverkäufer vom Parkplatz zu verbannen. Der reagiert mit einer Unterschriftenaktion, damit er doch bleiben darf.

„Wir sind doch bloß drei Wochen im Jahr vor Ort“

„Ich kann den Aufruhr nicht verstehen“, so Papsch. „Wir sind doch bloß drei Wochen im Jahr vor Ort und blockieren höchstens 20 Parkplätze.“ Angeblich hatte sich der Moosacher Beschwerdeführer nicht nur gegen den Christbaumverkauf gewandt, sondern auch gegen andere Veranstaltungen – etwa gegen den Verkauf von Grabschmuck an Allerheiligen.

Grandl nimmt den kleinen Parkplatz jedes Jahr vom 1. Advent bis 24. Dezember in Beschlag, um Christbäume und Tannenzweige zu verkaufen. „Die Münchner wissen inzwischen, wo sie uns finden“, erzählt Papsch, „der Ort ist wie für uns gemacht.“

Schon 500 Unterschriften gesammelt

Was 26 Jahre lang niemanden gestört hat, wurde nun bei der Bürgerversammlung diskutiert. Dort traf der Wunsch des Anwohners, den Parkplatz künftig nicht mehr mit Sondernutzungen zu belegen, auf große Zustimmung. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) prüft das Anliegen rechtlich und übergibt die Sache dann an den Bezirksausschuss (BA). Bis dahin wollen Grandl und seine Mitarbeiter kämpfen – mit Flugblättern, Bannern und einer Unterschriften­aktion. „Wir haben schon mehr als 500 Unterschriften gesammelt“, berichtet Papsch. Die Liste will der 41-Jährige nun beim Bezirksausschuss einreichen. „Vielleicht können wir uns ja doch noch irgendwie einigen…“

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