Überwältigende Solidarität für Kreisklassist

FC Teutonia schöpft nach Spendenübergabe neue Hoffnung

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Jede Menge Unterstützung erfährt der FC Teutonia nach dem Brand im Sportheim. Am Rande der Kreismeisterschaften in Milbertshofen gab es Spenden im Gesamtwert von etwa 30.000 Euro.

FC Teutonia München - Was für eine Solidarität für die Teutonen. Nach dem Brand im Sportheim bekommt der Kreisklassist viel Unterstützung von der Münchner Fußballfamilie. Vorstand Schay kann sein Glück kaum glauben.

Der FC Teutonia würde den 18. Dezember 2016 sicherlich gerne aus seiner Vereinsgeschichte streichen. Gegen 0:30 brach bei der Weihnachtsfeier im Sportheim ein Brand aus. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 250.000 Euro. Der Münchner Traditionsklub stand vor dem Ruin. Doch schon am nächsten Tag startete der BFV-Kreisvorsitzende Bernhard Slawinski eine Aufruf zu einer Spendenaktion. Und die Münchner Fußballfamilie zeigte sich solidarisch. Auch die SpVgg Unterhaching meldete sich schnell und sicherte Unterstützung durch ein Benefizspiel gegen eine Münchner Auswahl zu (Vorort castet einen Teil der Kicker). 

Was dann aber am am Rande der Münchner Hallenmeisterschaften am 7. Januar passierte, übertraf alle Erwartungen des FC Teutonia. Geld- und Sachspenden im Gesamtwert von etwa 30.000 Euro bekam Vorstandsmitglied Volker Schay stellvertretend überreicht. "Wenn man vor dem Gebäude steht und es feuert heraus, denkt man nicht, dass man drei Wochen später 30.000 Euro von der Fußball-Familie bekommt", sagte ein sichtlich bewegter Schay nach der Übergabe im Gespräch mit Fussball Vorort.  

20.000 Euro stellten der BFV und der DFB zu Verfügung. Einige Buben vom FC Ismaning sammelten 300 Euro. Auch der FC Kosova, der FC Neuhadern, die Münchner Seniorenrunde und die Damenmannschaft des TSV Grafing glänzten als Spender. Bayernligist Heimstetten sprach bei Sponsor Nike vor und arrangierte eine Ball- und Trikotspende. "Ich schlafe sehr gut heute Nacht", freute sich Schay über den unerwarteten Geldsegen. 

Die Hände in den Schoß legen kann man deshalb beim FC Teutonia natürlich trotzdem nicht. Gespräche mit Versicherungen, der Politik und den Verbänden stehen auf der Agenda. Trotz der Spenden klafft noch ein großes Loch. "Es ist immer eine Frage der Finanzierung. Wir müssen uns natürlich positionieren und eine gewisse Sensibilität wecken, wie dringend es ist", berichtet Schay. 

Es wird eine vorübergehende Containerlösung diskutiert, so lange, bis das neue Vereinsheim steht. "Aber das ist nicht so einfach. Das muss dann winterfest verarbeitet werden", sagt der Teutonen-Vorstand mit Blick auf den Kälteeinbruch der letzten Tage, und hofft deshalb auf weitere Unterstützung. "Was ich mir vorstellen könnte ist, das man vielleicht mit dem Schulamt oder der Stadt spricht und eine Erlaubnis bekommt, in der Grundschule eine Kabine zu benutzen. Das wäre eine Hilfe." 

Parallel zu den organisatorischen Maßnahmen werden selbstverständlich auch die Ideen für das neue Sportheim geprüft. Vor dem Brand war die Anlage an der Schwere-Reiter-Straße ohnehin schon zu klein. "Der Verein war auf 350 Mitglieder ausgelegt. In den letzten fünf bis zehn Jahren sind wir auf 700 angestiegen, haben eine Frauenabteilung und Mädchenmannschaften gegründet. Durch die Neubaugebiete laufen uns die Menschen die Bude ein", sagt Schay. Deshalb wünscht sich der FC Teutonia, dass das neue Gebäude etwas größer wird. "Wie weit das realisierbar ist, muss man sehen. Wenn es nach meiner Phantasie geht, wird das was ganz tolles." 

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