An der Friedenheimer Brücke

tz führt Sie durchs neue Paketzentrum in Neuhausen

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Blick aufs neue paketzentrum an der Friedenheimer Brücke.

München - Ihr Paket kommt bestimmt – aber wenn Sie in Neuhausen, Nymphenburg, Laim oder im Zentrum wohnen, ist trotzdem etwas anders. Es gibt ein neues Paketzentrum.

Ihr Paket wird aus dem neuen, gelben Kastenbau neben der Friedenheimer Brücke zu Ihnen gesandt. Seit diesem Montag ist das nigelnagelneue, 7000 Quadratmeter große Verteilzentrum der Post in Betrieb. Die tz hat es schon gesehen. In nicht mal zehn Monaten wurde der Bau aus dem Boden gestampft. Er ist Teil eines 750 Millionen schweren Investitionsplans der Deutschen Post.

„Wir geben keine Zahlen zu einzelnen Anlagen heraus“, sagt DHL-Pressereferent Klaus-Dieter Nawarath. „Aber es muss sich schon lohnen“, fügt Jürgen Roth hinzu, der die Postimmobilien verwaltet. Täglich durchlaufen 23 000 Pakete das neue Verteilzentrum mit modernster Technik. Rund 120 Paketboten kommen hierher und liefern die Pakete dann aus. Hereinspaziert ins neue Zentrum!

Das sind die Details im Überblick:

Acht Rampen zum Verladen

Die angelieferten Pakete werden hier auf eines von acht Laufbändern gelegt. Die Rampe lässt sich auf 18 Meter ausziehen. So können die Pakete bequem im LKW aufgelegt werden. Übrigens: Eine Lichtschranke prüft jedes Paket. 60 x 60 x 120 Zentimeter ist das erlaubte Maximum.

Vom Scanner bis zur Rutsche

Hier wird’s technisch: Der Scanner erfasst den Barcode auf jedem Paket. Jetzt weiß der Computer, in welchen Bezirk und zu welchem Zusteller das Paket muss. Auf dem Foto sehen Sie kleine schwarze Plastikschieber namens „Schuhe“, die auf den Schienen an der Seite angebracht sind. Wenn das Paket auf der richtigen Höhe ist, schießen sie von der Seite darauf und schubsen es auf eine der insgesamt 120 Rutschen.

Abriss in der Arnulfstraße

Die neue Sortieranlage ist angeschmissen. Hier bringen täglich acht LKW die Pakete aus dem Zentrum in Aschheim. Pro Stunde können 5.500 Stück durch die Anlage laufen - alles rein mechanisch. Dafür weicht jetzt das alte Verteilzentrum an der Arnulfstraße ein paar hundert Meter entfernt. Hier wird noch per Hand sortiert. Ab diesem Montag beginnt nach und nach der Umzug. Im Oktober ­beginnt der Abriss. Hier werden nun Wohnungen gebaut.

Marita Wehlus

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