Großer Schaden

Wasserschaden in der Hochschule: Ursache geklärt

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Die Ursache für den Wasserschaden in der Hochschule an der Dachauer Straße ist jetzt geklärt.

München - Am vergangenen Samstag richteten Wassermassen in der Hochschule an der Dachauer Straße einen riesigen Schaden an. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Jetzt ist geklärt, wie es dazu gekommen ist. 

Das gut sechs Meter lange Bild im Foyer ist an Ironie kaum zu überbieten. Ein blau-grünlicher Ozean ist darauf zu sehen, Wellen kräuseln sich an der Oberfläche der Wassermassen. Ein paar Meter weiter ist das Gebäude E der Hochschule München gesperrt – wegen eines riesigen Wasserschadens.

Am Samstag hatte gegen 11.45 Uhr ein Hausmeister der Hochschule den Schaden an der Dachauer Straße 98b bemerkt. Zunächst hieß es, die Polizei schließe nicht aus, dass jemand absichtlich die Räume fluten wollte. Am Montag jedoch gab die Hochschule bekannt: Schuld war ein Rohrbruch in einem Labor im vierten Stock.

Das ändert allerdings nichts am Schaden: Vom Keller bis zum vierten Obergeschoss sind alle Stockwerke des E-Gebäudes betroffen. Manche Räume hat es schwerer erwischt, manche weniger. Den genauen Schaden kann die Hochschule noch nicht beziffern, daran arbeiten gerade Gutachter und Statiker. Die Polizei schätzte ihn auf mehrere hunderttausend Euro. In dem Gebäude sind vor allem Labors und Computerräume beherbergt, teilweise voller Technik. Wie stark einzelne Geräte in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist noch nicht absehbar.

Einige Studenten werden am Montag von der Nachricht überrascht, dass es einen großen Wasserschaden gegeben hat. Zwei von ihnen, drittes Semester Physikalische Technik, stehen ratlos vor der mit Klebeband abgesperrten Glastür. Sie hätten jetzt eigentlich ihr Chemie-Praktikum in dem Gebäude, aber das muss heute ausfallen.

Im Gebäude E sind vor allem die rund 1400 Studenten der Elektro- und Informationstechnik tätig. Allerdings finden hier kaum Seminare und Vorlesungen statt, in Labors und PC-Räumen wird vor allem die Praxis trainiert. Einige Praktika müssen nun ausfallen, die Hochschule will stattdessen Vorlesungen in anderen Gebäuden anbieten.

Wann Studenten und Dozenten das Gebäude wieder regulär nutzen können, ist noch offen. Die Feuerwehr hatte am Samstag bereits Wasser aus dem Haus gepumpt. Nun versucht eine Spezialfirma, die Räume zu entfeuchten. Die große Frage ist dann, ob die Decken und Räume getrocknet werden können oder komplett ersetzt werden müssen. Einige abgehängte Deckenplatten haben sich offenbar mit Wasser vollgesogen und drohen, herabzustürzen.

Bis Ende der Woche wird das Gebäude E an der Dachauer Straße auf jeden Fall gesperrt bleiben. Studenten können sich auf den Webseiten ihrer Fakultät über ausfallende und verschobene Veranstaltungen informieren. Möglicherweise kann die Hochschule aber schon Ende der Woche Teile des Baus freigeben. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass der Gebäudeteil noch mehrere Wochen geschlossen bleiben muss. Studenten mit Chemie-Aversion wird’s freuen – auch wenn sie früher oder später doch nicht um ihr Praktikum drumherum kommen.

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