Meterweit durch die Luft getreten

Neun Monate Haft für Hundequäler

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Dordjija V. ist zigfach vorbestraft.

München - Der zigfach vorbestrafte Gewalttäter rastet am Hauptbahnhof aus, tritt einen Hund meterweit durch die Luft und bedroht anschließend noch dessen Frauchen - nun hat er seine Strafe bekommen.

Mischlings-Hünchen Tscharlie ahnte nichts Böses, als Frauchen Julia G. (32) mit Freundin Andrea H. (38) vor dem Lokal Yormas am Hauptbahnhof ratschte. Doch plötzlich kam ein muskelbepackter Mann, angetrunken und extrem aggessiv. Zufällig beobachtete ein Polizist, was dann an diesem 12. Dezember 2013 geschah: „Der hat ausgeholt und den Hund getreten. Das Tier ist durch die Luft geflogen!“

Julia G. (32) mit ihrem Hündchen Tscharlie.

Wegen Tierquälerei und vorsätzlicher Körperverletzung wurde der zigfach vorbestrafte Dordjija V. (37) am Freitag aus der Haft auf die Anklagebank geführt. Er kennt die Kellnerin Andrea H. und er kann sie nicht leiden. Nach eigenen Angaben schrie er sie an: „Verp… dich!“ Sie und ihre Freundin Andrea gingen einige Schritte weiter. Polizist Marco Z. aus Traunstein, der bei Yormas gerade Brotzeit machte, beobachtete durchs Fenster, wie der Täter sich in drohender Haltung vor den beiden Frauen aufbaute: „Dann hat er den Hund getreten.“ Anschließend ging der Tierqäler auf Andrea H. los.

„Ich habe ihr einen A…tritt gegeben,“ sagt der Täter. Die Sache mit dem Hund spielt er herunter: „Ich bin drübergestolpert. Ich wollte nur Andrea treten.“

Julia G. erinnert sich dagegen: „Er hat den Hund mit voller Wucht zweimal getreten.“ Die Frau war zu diesem Zeitpunkt hochschwanger und hatte Angst um ihr Kind. Sie flehte den Täter an, sie nicht zu schlagen.

Dafür ging der Mann auf Tscharlie los. Durch den Tritt erlitt das herzkranke Tier einen Bruch des Hinterbeins. Julia G. traurig: „Wir haben Tscharlie vier Wochen später einschläfern lassen müssen.“ Die Strafe für V.: neun Monate Gefängnis – ohne Bewährung!

E. Unfried

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