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Sengende Hitze: Wetterdienst warnt Münchner explizit - „Zusätzliche Belastung“

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Von: Felix Herz

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München und Bayern ächzen unter der Hitzewelle. Am Mittwoch hat der Deutsche Wetterdienst eine explizite Warnung für die Isar-Metropole herausgegeben.

Update vom 21. Juli, 8 Uhr: Über Nacht hat es vor allem im Südwesten Bayerns teils heftig gewittert. In Schwaben ist ein Blitz in einen 15 Meter hohen Baum eingeschlagen, der daraufhin auf ein Mehrfamilienhaus fiel. In Mittelfranken knickten ebenfalls einige Bäume um und Äste wurden durch den starken Wind durch die Gegend geschleudert. Die Schäden hielten sich hier aber in Grenzen.

Über den Donnerstag, 21. Juli, hinweg, ziehen die Gewitter in Richtung Osten davon. Der Tag bleibt somit in Bayern weitgehend ruhig, vereinzelt kommt es aber noch zu lokalen Gewittern. Auch wird es nicht mehr so warm wie zuletzt – etwa 27 Grad gibt es in der Spitze. Übers Wochenende hinweg und vor allem zu Beginn nächster Woche wartet aber wohl direkt die nächste Hitzewelle auf den Freistaat.

Update 20. Juli, 12.30 Uhr: 32 Grad heiß ist es in München - und das Ende der Fahnenstange offenbar noch nicht erreicht. Wetterportale prognostizieren, dass das Thermometer in der Landeshauptstadt heute noch bis auf 35 Grad klettern soll.

Ob der ungewöhnlichen Hitze warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Münchner explizit: „Eine starke Wärmebelastung wird erwartet. Mittwoch ist mit einer zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet zu rechnen.“ Letztere (die Abkühlung, d.Red.) soll erst am Donnerstag erfolgen; dann könnte es am Vormittag sogar gewittern. Höchsttemperaturen von 27 Grad werden vorhergesagt.

Wetter in Bayern: Auf die Hitze folgt die Superzelle

Ursprungsmeldung:

München – Das Wetter dieser Tage hat es in sich. Vor allem der Süden Europas leidet extrem unter der Hitzewelle, in Italien löst eine dramatische Meldung die nächste ab. In Großbritannien wurde sogar ein Allzeitrekord eingestellt. Und auch in Deutschland ächzen die Menschen bei hohen Temperaturen, in weiten Teilen Bayerns gilt beim Deutschen Wetterdienst (DWD) die höchste Hitzewarnstufe bei weit über 30 Grad. Das wird sich aber in wenigen Tagen schlagartig ändern.

Eine Rundschau über die Wettervorhersagen für Bayern ab Mittwoch, 20. Juli, zeichnen ein recht klares Bild: So soll es zur Mitte der Woche noch richtig heiß bleiben, Jan Schenk von weather.com prognostiziert für Bayern – bis auf den äußersten Süden – weit über 30 Grad in Bayern. In München sollen tagsüber Temperaturen von rund 33 Grad erreicht werden, in Nürnberg sogar 36 Grad. Das hat schon jetzt gravierende Folgen, zahlreiche Felder standen in den letzten Tagen teils lichterloh in Flammen.

Doch dann war es das erstmal mit der Hitzewelle in Bayern – gemütlich wird es aber trotzdem nicht. Denn wie der DWD schreibt, bilden sich bereits im Laufe des Nachmittags „zunächst im Allgäu, später auch im westlichen Franken sowie in Alpennähe erste, einzelne Gewitter.“ Und die haben es in sich.

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Heftige Unwetter in Bayern nach extremer Hitzewelle angekündigt

„Die Zeichen stehen eindeutig auf Superzellen“, heißt es bei weather.com. Mit Starkregen und Hagel sei zu rechnen, der Deutsche Wetterdienst schreibt zusätzlich von Sturmböen bis 80 km/h und, dass Hagel möglich sei. Und damit geht es erst los.

Auf die große Hitze in Bayern folgt der Unwetterknall: Ungemütlich wird es am Donnerstag (Symbolbild).
Auf die große Hitze in Bayern folgt der Unwetterknall: Ungemütlich wird es am Donnerstag (Symbolbild). © Panthermedia / IMAGO

Denn laut DWD intensiviert sich die Lage in der Nacht zum Donnerstag, 21. Juli, weiter. „Unwetterartige Entwicklungen“ seien zu erwarten, mit Starkregen und „schweren Sturmböen“ bis 100 km/h. Auch heftigerer Hagel sei dann nicht auszuschließen. Jan Schenk spricht auch von einer steigenden Tornado-Gefahr.

Unwetter ein Segen für die Natur? Kaum – und die nächste Hitzewelle steht schon in den Startlöchern

Und wer sich jetzt für die Natur über die nasse Abkühlung freut, sieht sich leider enttäuscht. Denn der – wenn auch starke – Regen dauert nicht lange genug an, um im teils staubtrockenen Erdboden zu versickern und den Pflanzen und Bäumen ausreichend Wasser zu spenden.

Vielmehr bleibt die Waldbrandgefahr hoch, lokal sogar sehr hoch, heißt es beim DWD. Beunruhigend vor allem in Hinblick auf kommende Woche – da bahnt sich nämlich schon die nächste Hitzewelle in Bayern an. (fhz)

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