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OB Reiter: Oktoberfest 2022 findet statt wie immer – ohne Auflagen

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Von: Tanja Kipke

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Nach zweijähriger Zwangspause: Das Oktoberfest 2022 darf stattfinden! Das verkündete OB Reiter in einem Pressestatement. Alle News im Ticker.

OB Reiter: Oktoberfest 2022 findet statt wie immer – Alt-OB skeptisch

Update, 19.04 Uhr: Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) rechnet mit einer neuen Corona-Welle im Herbst und glaubt noch nicht an ein Oktoberfest wie früher. „Ich kann mir vorstellen, dass letztlich eine sehr reduzierte Wiesn stattfindet, die aber mit dem Wiesn-Gefühl, das viele Münchner lieben, nichts zu tun hat“, sagte der 74-Jährige der Münchner Abendzeitung (Samstag). „Eine endgültige Entscheidung fällt in allerletzter Minute. Und nicht in München. Sondern in Berlin“, sagte Ude. Er selbst werde „vermutlich nicht“ mitfeiern. Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in diesen Wochen Festzelte besucht habe und sich mit Maßkrug, ohne Maske fotografieren ließ, finde er „sehr befremdlich, peinlich“. Ab 17. September soll auf der Theresienwiese - nach zwei Jahren Zwangspause wegen Corona - erstmals wieder das Oktoberfest gefeiert werden.

Update 12.47 Uhr: Die Erleichterung bei Wirte-Sprecher Inselkammer und Schausteller-Sprecherin Heckel ist groß. „Es wird ein gigantisches Oktoberfest“, freut sich Heckel im BR24-live-Stream. Auch Ministerpräsident Markus Söder freut sich über die Entscheidung der Stadt München: „Ein gutes Signal, gerade auch in schwerer Zeit“, schreibt er auf Twitter. Das Oktoberfest stehe wie kein anderes Volksfest für Lebensfreude und Weltoffenheit. „Ich werde gerne hingehen und freue mich auf die erste Mass“, so Söder.

OB Reiter verkündet Entscheidung: Oktoberfest 2022 darf ganz normal stattfinden

Update 12.36 Uhr: Der zweite wichtige Punkt, den man beachten muss, sei die Corona-Pandemie. „Sowohl der Bund als auch der Freistaat Bayern haben keine gesetzliche Regelung geschaffen, Zugangsbeschränkungen wie zum Beispiel 3G oder 1G zulassen zu können“, so Reiter. Eine Zugangsbeschränkung mit 3G oder 2G, wie sie sich Reiter für das Oktoberfest vorgenommen hatte, ist rechtlich also gar nicht möglich.

Reiter erklärt, er habe sich deshalb an die Staatsregierung und auch an den Gesundheitsminister Lauterbach gewandt. Dabei kam heraus: Rechtens gäbe es offenbar wirklich keine Möglichkeit, solche Maßnahmen anzuwenden. Reiter blieb am Ende nur noch die Entscheidung, findet die Wiesn statt, ja oder nein. Ganz oder gar nicht. Reiter gibt bekannt: Das Oktoberfest 2022 darf ohne Auflagen stattfinden. Ohne 2G, 3G oder 1G.

Oktoberfest 2022: Ukraine-Krieg kein Grund zur Absage der Wiesn

Update 12.32 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. „Ich hab mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Reiter. Für manch außenstehende sei die Entscheidung klar zu sein, erklärt er. Für ihn als Verantwortlichen sei die Entscheidung nicht leicht gewesen, ob die Wiesn 2022 stattfinden darf oder nicht. Zwei Faktoren seien für Reiter hierbei wichtig gewesen. Die politische Abwägung war der eine Punkt. Nach der Rede von Vitali Klitschko hatte sich Reiter bereits klar geäußert.

„Ich kann es mir nicht vorstellen, fröhlich zu feiern, wenn in der Ukraine Menschen sterben.“ Persönlich habe sich Reiter dann für sich beschlossen, das aktuell stattfindende Frühlingsfest nicht zu besuchen. Wie die Situation in der Ukraine im Herbst aussieht, könne man nicht vorhersehen. Daher sei es nicht vertretbar, deshalb das Oktoberfest abzusagen, so Reiter. Jeder müsse für sich selbst entscheiden, ob er hingeht oder nicht. „Aus der politischen Lage ist eine Absage nicht möglich“, fasst Reiter zusammen.

Update vom 29. April, 12.25 Uhr: Wirte-Sprecher Peter Inselkammer und Yvonne Heckel, Pressesprecherin des Frühlingsfestes, sind kurz vor der Bekanntmachung sichtlich angespannt. „Die Schausteller brauchen dringend eine Wiesn“, sagt Heckel dem BR. Wie genau sich OB Reiter entscheidet, können auch Heckel und Inselkammer nicht vorhersagen. „Ich hoffe sehr auf ein Ja“, sagt Heckel. Als Schausteller sei es der „ganze Stolz“, wenn man auf dem Oktoberfest stehen darf, erklärt Heckel, die selbst aus einer Schaustellerfamilie kommt. Über eine Absage wollen beide gar nicht erst nachdenken.

Oktoberfest 2022: Entscheidung von OB Reiter wird mit Spannung erwartet

Update vom 29. April, 12.20 Uhr: Mit Spannung wird das Pressestatement von OB Reiter zur Wiesn-Entscheidung erwartet. In wenigen Minuten ist klar, ob das Oktoberfest 2022 stattfinden darf oder nicht. Und wenn ja, in welcher Form. Die Ergebnisse der Beratungen der Stadtspitze können Sie hier live mitverfolgen.

Update vom 29. April, 11.30 Uhr: In einer Stunde tritt OB Reiter vor die Presse und verkündet die Entscheidung der Stadtspitze, ob das Oktoberfest 2022 stattfinden darf oder nicht. Eine Absage scheint sehr unwahrscheinlich, völlig ausgeschlossen ist sie jedoch nicht. Nicht nur wegen der Corona-Pandemie gab es in den letzten Monaten Bedenken, sondern auch wegen des Ukraine-Kriegs.

Die Entscheidung, das Fest trotz der schrecklichen Geschehnisse stattfinden zu lassen, sei eine Gratwanderung, erklärte Söder am Donnerstag im Interview mit dem Münchner Merkur. Man sollte den Menschen diesen Moment der Lebensfreude jedoch nicht verwehren. Ob Reiter auch auf die genaue Austragung des Festes eingehen wird, wie zum Beispiel mögliche Zugangsbeschränkungen nach 2G oder 3G, bleibt abzuwarten. Die Pressekonferenz können Sie hier live mitverfolgen.

Erstmeldung vom 29. April, 10 Uhr: München – Oktoberfest 2022 ja oder nein? Immer lauter wurden in den vergangenen Tagen die Rufe nach einer Wiesn 2022. Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich entschieden für das Stattfinden des Volksfestes aus – sogar ohne Abstand und 2G-Regel. Mittlerweile sind im Freistaat sämtliche Corona-Auflagen, auch für Volksfeste, weggefallen. Die Entscheidung, ob und wie Volksfeste stattfinden, treffen allerdings die jeweiligen Kommunen. OB Dieter Reiter (SPD) will am heutigen Freitag (29. April) die Entscheidung bekannt geben, ob die Münchner sich über ein Oktoberfest in diesem Jahr freuen dürfen oder nicht.

Oktoberfest 2022 in München: Darf das Volksfest stattfinden? Entscheidung folgt heute

2020 und 2021 war das Oktoberfest wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes nur in Kriegszeiten. Zuletzt sechs Jahre hintereinander während des Zweiten Weltkriegs. Eine erneute komplette Absage scheint in diesem Jahr unwahrscheinlich. Die geplanten Termine für das Oktoberfest stehen auch schon auf der Seite der Stadt: Der Start ist für den 17. September geplant, bis zum Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) soll das Fest dauern.

OB Dieter Reiter gibt am Freitag bekannt, ob das Oktoberfest 2022 stattfinden darf.
OB Dieter Reiter gibt am Freitag bekannt, ob das Oktoberfest 2022 stattfinden darf. © Sven Hoppe/Sven Simon/dpa/IMAGO (Archivfoto/Montage)

Das Münchner Frühlingsfest findet derzeit auf der Theresienwiese statt. Auch andere Volksfeste in Bayern, wie die Erlanger Bergkirchweih, sollen in diesem Jahr wieder Besucher empfangen dürfen. Die Tendenz scheint derzeit also auf ein klares „Ja“ von Reiter hinzudeuten. Aber in welchem Umfang das Fest stattfinden darf und mit welchen Corona-Auflagen, ist noch völlig unklar. Um 12.30 Uhr wird er bei einer Pressekonferenz im Rathaus die Entscheidung der Stadtspitze bekannt geben. Diese können Sie hier im Stream oder Ticker live mitverfolgen.

Oktoberfest 2022 in München: Aiwanger und Wirte fordern klares „Ja“

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) appellierte bereits letzte Woche an die Stadtspitze und betonte, wie wichtig die Wiesn auch für die bayerische Wirtschaft sei. „Von der Bedienung bis zum Taxifahrer, vom Hotel bis zum Gastronomen brauchen wir dieses Fest.“ Die Stadt solle „jetzt endlich den grünen Haken dahinter setzen und sich zum Oktoberfest, zum wichtigsten bayerischen Volksfest bekennen.“ Auch die Festwirte haben eine „tiefe Sehnsucht nach der Wiesn“ und fordern daher ein klares „Ja“ von Reiter.

Sogar Mediziner Christoph Spinner vom Kli­nikum rechts der Isar sieht keinen Grund dafür, die Wiesn wegen Corona abzusagen. Zwar sei die Übertragungswahrscheinlichkeit auf der Wiesn mit Sicherheit hoch, dennoch werde man „Schritt für Schritt dahin kommen, dass wir Großveranstaltungen wieder mit gutem Gefühl zulassen können“, so Spinner.

Oktoberfest 2022: Besucher müssen für Bier und Hendl tiefer in die Tasche greifen

Oktoberfest-Besucher müssen sich in diesem Jahr jedoch auf teurere Wiesn-Preise einstellen. Seit dem Ukraine-Krieg schießen die Energiepreise in die Höhe. Für die Hendlgrills auf dem Oktoberfest werden große Menge Gas verbraucht. Heißt: Hendl werden um einiges mehr kosten als bisher. Auch das Bier muss man wohl tiefer in die Tasche greifen. Wie hoch der Preis für eine Maß liegt, ist jedoch noch nicht endgültig beschlossen. Die Stadt prüft den Maß-Preis und gibt ihn meist etwa Anfang Juni bekannt. (tkip)

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