Nach Protesten von Schülern 

Nibelungenstraße: OB Reiter stoppt Radweg-Rückbau 

Hat sich vor Ort überzeugen lassen: OB Dieter Reiter.

Der Radweg an der Nibelungenstraße in Neuhausen-Nymphenburg wird nun doch nicht zurückgebaut. Das hat OB Dieter Reiter (SPD) gestern bei einem Vor-Ort-Termin entschieden. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob und wie der Radweg erhalten bleiben kann.

Wegen des Rückbaus hatte es zuvor Proteste gegeben, vor allem von Eltern und Schülern des nahen Käthe-Kollwitz-Gymnasiums. Sie sammelten über 2000 Unterschriften gegen den Rückbau. Der 1,3 Kilometer lange Radweg verläuft direkt vor der Schule. Reiter sagte: „Die Schüler haben mich zurecht gefragt, warum die Stadt den Radweg direkt vor ihrer Schule zurückbauen will. Ich wollte mir deshalb persönlich vor Ort ein Bild machen. Gerade vor dem Hintergrund der von der Stadt übernommenen Radentscheide ist es wenig verständlich, warum wir jetzt noch auf der Basis alter Beschlüsse Radwege zurückbauen, noch dazu vor einer Schule und so intensiv genutzte wie diesen.“

Wie berichtet, hatte der Bauausschuss den Rückbau aufgrund einer Grundsatzentscheidung des Stadtrats aus dem Jahr 1995 beschlossen. Die Kosten für die Aktion belaufen sich auf bis zu 3,5 Millionen Euro. Statt des Radweges sollen auf einer Fahrbahnseite Schrägparkplätze entstehen. Der Einmündungsbereich der Nibelungen- in die Winthirstraße soll zudem übersichtlicher werden. 

Ein Gutachten kam ferner zu dem Schluss, dass die 1,50 Meter breiten Radwege in einem so schlechten Zustand seien,dass eine Sanierung „keine wirtschaftliche Alternative“ darstelle. Zudem ist die Nibelungenstraße eine Tempo-30-Zone, Radler müssen also die separaten Wege nicht benutzen, sondern dürfen auf der Fahrbahn radeln. Reiter sagte weiter: „Die Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums können nun jedenfalls bis zur Entscheidung des Stadtrats sicher sein, dass der Radweg erst einmal bleibt.“

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