Stadträte werden nicht mehr nominiert

Nicht mehr auf der Liste für Kommunalwahl: CSU lässt Seidl und Sauerer durchfallen

Otto Seidl und Johann Sauerer werden nicht im nächsten Stadtrat vertreten sein. 

Die CSU wird offenbar nahezu ihre halbe Stadtratsfraktion austauschen. Gestern wurde bekannt, dass auch Wiesn-Stadtrat Otto Seidl, Verkehrsexperte Johann Sauerer und der Pasinger Frieder Vogelsgesang von ihren jeweiligen Kreisverbänden nicht mehr für die neue Stadtratsliste aufgestellt wurden.

Fest stand bis dato, dass die amtierenden Stadträte Richard Quaas, Johann Stadler, Sven Wackermann, Nicola Mayerl, Walter Zöller und Hans Podiuk bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr antreten werden - zum Teil aus eigenen Beweggründen, zum Teil auch nicht. Offen ist, ob Stadtrats-Senior Reinhold Babor noch mal einen Platz auf der Liste bekommt, sein Kreisverband nominiert am Freitagabend.

 Die CSU stellt zunächst in den Verbänden auf, aufgrund dieser Vorschläge wird die Stadtratsliste erstellt. Dies geschieht kommenden Mittwoch. Kolportiert wird bislang, dass sich Ex-SPD-Chef Alexander Reissl auf Platz zwölf wiederfinden wird. 

Otto Seidl sagte am Freitag auf Anfrage: „Ich habe lange überlegt, ich bin jetzt 74 geworden, in sechs Jahren bin ich 80. Das ist eigentlich zu alt.“ Nur auf die Jugend zu setzen, sei wiederum auch nicht richtig. „Es braucht auch noch Menschen mit Erfahrung. Der Jugendwahn der CSU ist auch nicht der richtige Weg.“ 

Johann Sauerer war am Donnerstagabend auf Platz eins angetreten, hatte aber gegen den Vorsitzenden der CSU Pasing, Winfried Kaum, verloren. Dann kandidierte Sauerer nicht für weitere Plätze. Unserer Zeitung sagte er: „Ich werde mich in den nächsten Tagen mit Freunden beratschlagen, ob ich in der Kommunalpolitik weitermache. Es gibt verschiedene Optionen, ob in der CSU oder nicht, das wird man sehen.“ Grundsätzlich sei er aber „null belastet“ von der Entscheidung seines Kreisverband. „Ich bin selbst überrascht. Ich werde auf jeden Fall meine Energie in dieser Amtsperiode noch voll einbringen. Ich habe schließlich bis 30. April einen Vertrag mit der Bevölkerung.“ 

Interessant ist auch: Sauerer ist bislang der einzige CSU-Stadtrat aus dem Bezirk Aubing, einem Viertel, in dem die Christsozialen bei Wahlen traditionell mit am stärksten sind. 

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