Nackt-Projekt: Jetzt kommt Farbe ins Spiel

München - US-Fotograf Spencer Tunick will bei den Münchner Opernfestspielen nicht nur 1000 nackte Menschen vor der Oper versammeln - er will sie auch anmalen.

Die Teilnehmer der Installation „Der Ring“ sollen entweder in Rot oder Gold vor seiner Kamera posieren und mit ihren Körpern Wagner-Motive bilden, wie die Bayerische Staatsoper am Mittwoch mitteilte. „Das ist eine wunderbare Gelegenheit für alle Kunstinteressierten, die zu schüchtern sind, um komplett nackt zu posieren“, sagte Tunick dazu. „Ich bin überzeugt, dass die Körperfarbe vielen Teilnehmern die Scheu nehmen wird - schließlich ist man ja trotzdem irgendwie bedeckt.“

US-Künstler: Auch München soll so nackt werden

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Rund 2000 Menschen haben sich nach Opernangaben bislang für das Nacktshooting angemeldet. Der Künstler, der schon nackte Menschenmassen vor dem Opernhaus in Sydney oder am Toten Meer abgelichtet hat, rechnet allerdings mit einer erfahrungsgemäß nicht geringen Absprungquote. Darum sind Tunick und die Oper weiter auf der Suche nach Ausziehwilligen.

5200 Nackte vor der Oper in Sydney

5200 Nackte vor der Oper in Sydney

Wer nackt für Tunick posieren und dafür selbst ein Foto von der Aktion bekommen möchte, kann sich unter www.staatsoper.de/Tunick anmelden. „Wir suchen ganz normale Leute, keine Nudisten. Studenten, Musiker, Bibliothekare, Maurer, kommt und posiert für mich!“, sagte Tunick. Nur über 18 Jahre alt müssen sie sein. Die Installation ist für das Eröffnungswochenende der Festspiele am 23. und 24. Juni geplant.

dpa

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