Nichtraucherschutz: Raucher hinter Plexiglas?

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Passend zum 20. Weltnichtrauchertag am Donnerstag, 21. Mai, macht die Nichtraucherinitiative München wieder Wirbel um den grauen Qualm. Nun schlägt sie einen Nichtraucherschutz in Biergärten vor.

München - Die Nichtraucher-Initiative München hat dem grauen Qualm den Kampf angesagt - nun auch im Biergarten. Dort sollen Raucher in ausgewiesenen Bereichen qualmen - oder ganz von ihren Kippen lassen.

Pünktlich zum 20. Weltnichtrauchertag am Donnerstag, 31. Mai, macht die Nichtraucherinitiative München wieder Wirbel ums Qualmen. Nun schlägt sie einen Nichtraucherschutz in Biergärten vor.

"Raucher sollen an bestimmte Stellen gehen, um dort qualmen zu können", erklärt Ernst-Günter Krause, Vizepräsident der Nichtraucher-Initiative Deutschland und langjähriger Vorsitzender der Nichtraucher-Initiative München. "Jeder muss mal zum WC. Daneben können sich ja die Raucher hinstellen."

Ernst-Günther Krause von der Nichtraucherinitiative München fordert einen Raucherbereich in Biergärten.

Ein anderer Vorschlag des 64-Jährigen wäre, im Biergarten eine Plexiglaswand zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich hochzuziehen und damit ein "Raucherabteil" zu schaffen. "Die Abtrennung müsste aber mindestens zwei Meter hoch sein", sagt Krause. "Denn der Qualm steigt ja nach oben."

Zahlreiche Studien würden belegen, dass Passivrauchen auch im Freien schädlich sei, so der 64-Jährige. Deshalb hätte der bayerische Finanzminister Markus Söder auch das Rauchen auf staatlichen Dampfern verboten. Seit 9. April dürfen sich die Passagiere an Bord der 34 Schiffe des Freistaats keine Zigarette mehr anstecken - unter anderem zum Schutz der Kinder.

Falls die Biergartenbesitzer keine eigenen "Raucherabteile" einrichten, fordert Krause dort sogar ein generelles Rauchverbot. "Das sind allerdings erstmal nur Vorschläge für die Nichtraucherschutz-Gesetzgebung", merkt Krause an.

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Marie-Anne Hollenz

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