30 Minuten statt mehrere Stunden

Nie wieder lange warten am KVR? Stadt plant Änderung

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Das Kreisverwaltungsreferat an der Poccistraße.

München - Die Stadt will die Wartezeiten in den Bürgerbüros mit einem Online-Terminsystem verkürzen - statt mehrere Stunden sollen die Bürger nur noch maximal 30 Minuten warten.

Termine im Bürgerbüro sollen künftig online am heimischen PC oder per Smartphone vereinbart werden können. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) und die städtische IT-Abteilung arbeiten derzeit an der technischen Umsetzung, die nächstes Jahr durchgeführt werden soll.

Die neue Besuchersteuerung soll es wartenden Bürgern ermöglichen, die Position in der Warteschlange sowie eine Prognose der Wartezeit bis zum Aufruf online abfragen zu können. Das KVR will damit die Wartzeiten auf maximal 30 Minuten reduzieren. Derzeit dauern die Behördengänge wie berichtet oft mehrere Stunden.

In der Zulassungs- und Fahrerlaubnisbehörde wird seit Oktober 2015 die durchschnittliche Wartezeit im Internet angezeigt. Seit diesem Sommer hat die städtische IT gemeinsam mit dem Kreisverwaltungsreferat an einer Optimierung der Anzeige gearbeitet. So bekommen Kunden künftig nicht mehr eine durchschnittliche Wartezeit des gesamten Bereichs, sondern bei 33 Dienstleistungen minutengenau die Wartezeit für die Leistung, die sie beanspruchen wollen, angezeigt. Die neuen Funktionen werden voraussichtlich noch in diesem Jahr online verfügbar sein.

Inzwischen wurde ein Online-Service auch in drei Wartebereichen der Ausländerbehörde eingeführt. Nach der dortigen vollständigen Einführung erfolgt auch die Ausdehnung auf das Versicherungsamt. Im Laufe des Jahres 2017 folgen dann laut Plan die Bürgerbüros mit Außenstellen und das Standesamt. Unklar ist derzeit aber immer noch, wie viele Bürgerbüros es in Zukunft überhaupt noch geben wird. Der frühere Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle hatte dem Stadtrat 2013 vorgeschlagen, die Büros Leonrodstraße sowie Forstenrieder Allee zu schließen und stattdessen die drei übrigen Standorte im Pasinger Rathaus, am Orleansplatz und an der Riesenfeldstraße auszubauen und zu modernisieren. Dieser Plan wurde aber nicht umgesetzt. Das KVR arbeitet gerade an einem neuen Konzept für die Bürgerbüros. Es soll im Laufe des nächsten Jahres präsentiert werden. Ob Büros geschlossen werden, ist offenbar wieder völlig offen.

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