Noch nicht politikmüde

Wird Ludwig Spaenle OB-Kandidat für München?

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Wohin geht der Weg? Ludwig Spaenle hat weiter politische Ambitionen.

Dass Ludwig Spaenle (CSU) nicht mehr als Minister dem bayerischen Kabinett angehört, war sicher ein der größten Überraschungen, die Markus Söder am Mittwoch bekanntgab. Gibt es für Spaenle bald eine neue Option?

München - Doch nach zehn Jahren in der Regierung des Freistaats ist der geschasste Kultusminister längst noch nicht politikmüde, wie er gegenüber der Süddeutschen Zeitung verriet. Er wolle politisch aktiv bleiben, so Spaenle, und womöglich sogar in zwei Jahren als Oberbürgermeister-Kandidat der CSU in München antreten.

Der 56-Jährige will im Herbst sein Landtags-Direktmandat in seinem Stimmkreis München-Schwabing verteidigen. Ein Rückzug aus der aktiven Politik komme für ihn nicht in Frage, erklärte er gegenüber der Zeitung. „Mit mir ist weiterhin zu rechnen“, zitiert ihn die SZ, er sei „kampfbereit“. Fürs politische Abstellgleis fühlt er sich offenbar noch zu jung.

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Er bleibe nach wie vor Mitglied im Bezirksausschuss Schwabing-Freimann und wolle als CSU-Bezirksvorsitzender seinen Teil dazu beitragen, dass seine Partei bei den Landtagswahlen am 14. Oktober 2018 ein gutes Ergebnis erzielen.

Spaenle will nicht weiter nachtreten

Gegenüber Markus Söder wollte Spaenle nicht weiter nachtreten. Politik sei ein „Job auf Zeit“. Ein Regierungschef stelle seine Ministerriege selbst zusammen und müsse wissen, was er tue. Wiederholt wünschte er im Gespräch mit der SZ dem neuen Ministerpräsidenten alles Gute und „echte Freunde“. So ganz scheint er seinen Frieden noch nicht gemacht zu haben.

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