Nockherberg: Wer schenkt künftig ein?

Nockherberg Nachfolger
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Vom Singspiel in die Kutte? Helmut Schleich (42) war als geniales Franz-Josef-Strauß-Double der Star des heurigen Nockherberg-Singspiels. FJS – vom Singspiel in die Kutte und Kanzel? Es wäre ein genialer Schachzug der Nockherberg-Organisatoren, um die Wogen zu Glätten. Denn Schleich wurde auch von denen bejubelt, die Lerchenberg verstimmt hat.
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Der aus Schongau stammende Schleich verkörpert von der Statur her einen wohlgenährten Mönch und den typischen Ur-Bayern vom Schlag der Barnabas-Legenden Max Grießer oder des unnachahmlichen Walter Sedlmayr. Doch offenbar müssen die Paulaner-Chefs noch einige Überzeugungsarbeit leisten: „Wenn Lerchenberg wegen so was schon gehen muss, reizt mich diese Rolle nicht“, so Schleich am Freitag in der tz.
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Andreas Giebel - der Ur-Münchner: Groß, bayerisch-barock, korpulent: So zeigt sich Andreas Giebel (51) seit 30 Jahren auf der Bühne. Er hat vier Töchter, lebt mit seiner Heimatstadt München wie kaum ein Anderer und beschreibt dies genial in seinem jüngsten Buch „Altstadtrebellen“. Giebel war am Mittwoch erstmals auf dem Nochkerberg zu Gast.
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Keine Frage: Von seiner Statur her hätte er es auf alle Fälle im Kreuz, die (politisch) schwere Last des Bruder Barnabas zu tragen. Sein einziger Nachteil: Sein Kabarett ist wenig politisch. Trotz der Schleudersitz-Gefahr reizt ihn „die Rolle von der dramaturgischen Form“ her. „Aber man muss sich das ganz genau anschauen. Es ist schließlich eine Brauerei-Veranstaltung und keine öffentlich-rechtliche“, sagte er der tz.
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Comebacker? Bruno Jonas (57) war von 2004 bis 2006 der starke Mann in der Kanzel. Er war der erste Barnabas, der seine Predigt wieder selber schreiben durfte. Zuvor stammten die Spitzen gegen die Politik-Prominenz 22 Jahre aus der Feder des Journalisten Hannes Burger. Die Entscheidung für Jonas war ein doppelter Neuanfang: Denn mit Jonas kam erstmals ein Barnabas-Darsteller (und Autor) nicht aus der CSU-­nahen, konservativen Riege.
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Jonas hatte seine Anfänge in den 70er-Jahren in der Passauer Anti-CSU-Keimzelle Scharfrichterhaus. 2007 trat er am Nockherberg zurück. Seitdem kam – zumindest aus Sicht der Organisatoren – nichts Besseres nach: Django Asül dürfte nur einmal ran, Lerchenberg verstimmte schon bei seiner Premiere 2008 das Publikum. Dennoch: ­Jonas ist nur eine (Not-)Option, seine Comeback-Chance gering.
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Populärer Außenseiter: Michael Mittermeier hat sich trotz seiner bayerischen Wurzeln zu einem Komiker entwickelt, der in auch in Hamburg oder im Ruhrpott die ganz großen Hallen füllt. Er vermarket seine Arbeit perfekt, zählt zu den großen Comedians im Privatfernsehen.
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Doch von Programm zu Programm treten bei ihm die typischen Elemente des klassischen Kabaretts immer mehr in den Hintergrund. Was für den 43-jährigen Münchner als Mönch spricht, ist – neben seiner Schulzeit in einem Klostergymnasium (Gars am Inn) – seine große Popularität. Wäre ein spannendes Experiment, wie seine spitzbübische Art zu dem polternden Klosterbruder passt. Mittermeier hat Außenseiter-Chancen.

München - Was für ein Donnergrollen auf dem Nockherberg! Michael Lerchenberg und sein Co-Autor Christian Springer sind zurück getreten. Wer könnte künftig beim Starkbierantich einschenken?

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