Chemieunfall in Frankfurt: Feuerwehr sperrt zwei Stadtteile für den Verkehr komplett

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München-Serie

3,2 Millionen Euro für eine Wohnung: So ändert sich Au-Haidhausen 2018

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Auf dem Paulaner-Gelände entstehen exklusive Wohnungen. Hier das Alte Eiswerk an der Falkenstraße

Es bewegt sich was in München. Wie die Fortschritte in 2018 aussehen und wer wo auf der Bremse steht, das zeigt unser Blick in die Zukunft von Münchner Stadtteilen. Diesmal ist es Au-Haidhausen.

► Paulaner-Gelände

Sie waren der Aufreger des vergangenen Jahres: die von der Bayerischen Hausbau genannten Preise für neue Wohnungen auf dem Paulaner-Gelände. Das Immobilienunternehmen plant auf dem ehemaligen Brauerei-Gelände am Nock­herberg 1500 Wohnungen, davon 30 Prozent im sozialen Wohnungsbau. Der Rest wird teuer: Im Schnitt 10.000 bis 13.000 Euro kostet der Quadratmeter. Für die Penthousewohnungen müssen bis zu 20.000 Euro bezahlt werden. Macht 3,2 Millionen für eine Luxuswohnung im Alten Eiswerk an der Falkenstraße. Der Verkauf der ersten Wohnungen startete im Dezember. Die Bauarbeiten dauern bis 2023.

► Holzkontor

Auch andere Bauprojekte in dem ehemaligen Handwerkerviertel locken die Reichen an: Am Holzkontor entstehen 120 Wohnungen – explizit auch für Kapitalanleger. Neben einem MotelOne wird die IHK in die neuen Gebäude an der Rosenheimer Straße einziehen.

► Ehemaliges Frauengefängnis

Schöner wohnen im Knast – am Auer Mühlbach wird das Realität. Die Immobilienfirma Legat Living will in dem denkmalgeschützten Bau 135 Apartments anlegen. Die Wohnfläche ist nicht viel größer als ­eine Zelle: durchschnittlich 35 Quadratmeter. Nachdem laut Baureferat alle Klagen fallen ­gelassen wurden, kann nach sieben Jahren Leerstand der Umbau bald beginnen.

► Museum-Lichtspiele

Nach über drei Jahren soll heuer auch über das ­weitere Vorgehen am Platz vor den Museum-Lichtspielen entschieden werden. Neue Sitzgelegenheiten und eine Verkehrsberuhigung sollen für mehr Aufenthaltsqualität und Sicherheit für Fußgänger und Radler sorgen. Laut BA-Chefin Adelheid Dietz-Will müssen die Pläne nur noch im Stadtrat entschieden werden.

► Maxwerk

Ebenfalls entschieden werden soll bald auch die geplante Renovierung des Maxwerks. Nachdem die Augustinerbrauerei mit einem Lokal mit 400 Plätzen im Außenbereich am Widerstand im Rathaus und Bezirksausschuss scheiterte, soll über das weitere Vorgehen verhandelt werden. Im BA herrscht Uneinigkeit darüber, was mit Münchens ältestem Wasserkraftwerk passieren soll.

► Grundschulen

Die Grundschulen im Viertel werden fast alle größer – und viele müssen renoviert werden. Die Grundschule am Mariahilfplatz wird diverse Schönheitsmaßnahmen erhalten. Zwar fragt man sich im BA, ob die überhaupt ausreichen. Immerhin ist das Gebäude seit nahezu 50 Jahren fast unverändert geblieben. Die Baumaßnahmen sollen während des ­laufenden Schulbetriebs stattfinden. Eine Aufstockung der Gebäude ist aber nicht vorgesehen – zum Ärger des Bezirksausschusses.

Tarek Barkouni / Judith Kohnle

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