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Präsident des FC Bayern München

Uli Hoeneß und andere Promis: So stecken Sie die Nockherberg-Sprüche weg

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Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, war zum ersten Mal seit 2012 wieder beim Nockherberg zu Gast.

München - Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, war wieder beim Nockherberg zu Gast. So gehen er und andere Promis damit um, wenn sie derbleckt werden.

Weltfrauentag und Nockherberg! Eine Kombination, die normalerweise nicht gleich jedem in den Sinn kommen würde. Doch weil Landtagspräsidentin Barbara Stamm und ihr folgend Sozialministerin Emilia Müller (beide CSU) bei Paulaner-Chef Andreas Steinfatt persönlich absagten, weil sie im vergangenen Jahr gar arg „frauenfeindlich und verletzend“ beleidigt worden seien, hat Luise Kinseher heuer freudig ihren Finger in die Wunde gelegt und lustvoll darin rumgebohrt. „Im Vergleich zur Frauenfeindlichkeit auf dem Nockherberg ist ja der Iraner ­Feminist!“ Ilse Aigner „lobte sie, dass sie trotzdem da ist. Sie hält das aus!“, so Kinseher. In der Tat, sie hat ein dickes Fell. „Ich bin gar nicht schnell beleidigt, denn ich bin auf dem Bau aufgewachsen“, erklärt Aigner der tz. „Wenn man Frauen härter anfasst, wirkt das immer gleich so schlimm.“ Sie ist das gewohnt – und lacht einfach mit.

Übrigens: Wir haben für Sie auch den Ticker zum Nockherberg 2017 zum Nachlesen.  Und wir haben die Stimmen zum Nockherberg zusammengefasst.

Uli Hoeneß zum Nockherberg 2017: „Nicht sehr hart, aber unterhaltsam...“

Und noch einer, der lacht – wie auf dem großen Bild rechts: FC-Bayern-Oberboss Uli Hoeneß (65). Er war zum ersten Mal seit 2012 wieder bei der Salvatorprobe zu Gast. Und klar: Nach seiner Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung hat er sich schon viel anhören dürfen… Er selber sagte am Mittwochabend: „Den Hoeneß kann nichts und niemand beleidigen. Ich bin überhaupt nicht nachtragend, außer es geht wirklich stark unter die Gürtellinie. Und wenn doch mal was ist, bin ich jemand, der sich schnell wieder versöhnt.“ Über die Bavaria-Rede sagte er: „Es war nicht sehr hart, aber unterhaltsam. Heuer kann sich niemand beschweren.“

Zu den Stammgästen der Salvatorprobe gehört Susanne Porsche. Sie sagt: „Richtig beleidigt ist man doch nur, wenn es Menschen sind, die einem echt nahestehen.“ Gastgeberin Alexandra Schörghuber findet: „Man muss sich einfach ein dickes Fell anschaffen.“ Auch sie kennt das, obwohl sie erfolgreiche Geschäftsfrau ist: „Manchmal fühlt man sich halt einfach beleidigt, obwohl es gar nicht so gemeint war.“

Das findet auch Karin Stoiber. „Wenn man hierherkommt, weiß man, worauf man sich einlässt. Das muss man aushalten können.“ Sie selbst ist persönlich nicht schnell beleidigt – es komme aber immer darauf an, von wem es kommt. „Je näher einem die Menschen stehen, desto mehr tut es weh“, weiß Comedian Harry G. „Aber hier? Mei, das ist ein Armutszeugnis.“

Beleidigtsein sei eine ganz schlechte Eigenschaft, findet Stephanie Gräfin Bruges von Pfuel. „Ich bin sehr schnell wieder versöhnt. Aber ich habe ein Elefantengehirn, ich merke mir alles, vor allem, wenn es keine schönen Erinnerungen sind.“

Und Barbara Stamm? Die hat’s ganz ohne Derblecken doch nicht ausgehalten: Im Landtag, im Maximilianstüberl, machte sie eine Gegenveranstaltung. Quasi Nockherberg für Beleidigte. Engagiert hat sie den Journalisten und Grimme-Preisträger Matthias Schöberl – als Bruder Barnabas.

Dagegen am Nockherberg dabei: Schauspieler Max von Thun, grundsätzlich eigentlich ein friedlicher Mensch. Er sagt: „Ich kann aber scharf zurückschießen, ich bin rhetorisch richtig gut.“ Auch dabei: Dirndl-Designerin Lola Paltinger, Angermaier-Chef Dr. Axel Munz („Wenn Frauen mich beleidigen, tut das mehr weh…“), Schauspieler Andreas Giebel, Musiker Leslie Mandoki, Filmemacher Joseph Vilsmaier („die Kinseher war heuer weniger scharf, sie war mehr die Mama“), Wirte-Napoleon Richard Süßmeier. Noch dabei: Wiesnwirte-Sprecher Toni Roiderer, der die Fastenzeit wörtlich nimmt: „Ich fahr morgen zum Heilfasten nach Österreich.“ Für seinen Wiesn-Kollegen Peter Pongratz war es nach 27 Jahren der letzte Nockherberg als Gastgeber. Er scherzte: „Irgendwann muss man aufhören, ich will ja nicht mit dem Rollator hier rumfahren.“ Nockherberg-Nachfolger Christian Schottenhamel war schon da – allerdings saß er noch hinter den Kulissen.

Maria Zsolnay, Teresa Winter

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