Erfolgreiche internationale Zusammenarbeit

Notruf nach München rettet Schiffbrüchige

München - Ein in München lebender Iraner hat am Samstag zur Rettung vieler Schiffbrüchiger auf dem Mittelmeer beigetragen. Zuvor erreichte ihn ein verzweifelter Notruf.

Ein verzweifelter Hilferuf hat in der Nacht auf Samstag kurz vor zwei Uhr einen in München lebenden Iraner (53) erreicht. Sein Freund meldete sich per Handy bei ihm – er saß in einem sinkenden Schlauchboot irgendwo zwischen der türkischen Küste und der griechischen Insel Kos!

Der erschrockene Münchner rief über den Notruf 110 sofort bei der Einsatzzentrale der Münchner Polizei an. Dann folgte internationale Zusammenarbeit – und die war lebenswichtig. Über das Bundeskriminalamt wurden die griechischen Behörden verständigt, die dann wiederum das Handy tatsächlich auf Höhe der Insel Kos orteten. Da trieben die Menschen – zwei Familien aus dem Iran und Afghanistan schon im Meer (insgesamt acht Menschen, darunter auch mehrere Kinder). Alle wurden gerettet.

In der Nähe war auch ein Fischerboot unterwegs gewesen – das war allerdings zu klein, um alle aufzunehmen. Der Münchner Anrufer war überglücklich, von der Rettung zu hören.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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