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NPD-Boss verkaufte das NSU-Lied "Döner-Killer"

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NPD-Funktionär Matthias Polt aus Murnau
NPD-Funktionär Matthias Polt aus Murnau © ebu

München - NPD-Funktionär Matthias Polt aus Murnau hat mit dem Lied "Döner-Killer" Geschäfte gemacht. Jetzt sitzt er wegen Volksverhetzung in München auf der Anklagebank.

Das Lied Döner-Killer lief gut in seinem „Versand der Bewegung“. NPD-Funktionär Matthias Polt aus Murnau, der kürzlich zum Bezirksvorsitzenden Oberbayern gewählt wurde, hat viel braunes Liedgut im Sortiment. Der Killer-Song hat es besonders in sich: Über die neun von NSU-Terroristen ermordeten Türken und Griechen heißt es darin: „Neun sind nicht genug!“ Jetzt sitzt er wegen Volksverhetzung in München auf der Anklagebank.

Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen hat den Hauptschulabgänger (ohne Quali) und gescheiterten Schuhmacher-Lehrling zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Dagegen legte der 33-Jährige Einspruch ein.

Sogar seine Anwaltskosten wollte er dem Staat auferlegen, indem Szene-Anwalt André Picker sich als Pflichtverteidiger engagieren lassen wollte. Richter Clemens Turkowski lehnte das ab. Ein Urteil liegt bisher noch nicht vor.

Ebu

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