NS-Doku-Zentrum jetzt beschlossene Sache

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Ein Modell der Architekten: So soll das Dokumentationszentrum aussehen

München - Jetzt ist es amtlich: Der Kulturausschuss hat einstimmig den Neubau des NS-Dokumentationszentrums am Königsplatz beschlossen.

Die Stadträte beglückwünschten sich gegenseitig zu der „sehr guten Zusammenarbeit“, Marian Offman (CSU) sprach von seinem „persönlich wichtigsten Projekt überhaupt“ und Christa Stock (FDP) fand den Moment „berührend“. Um die benachbarte Hochschule für Musik und Theater möglichst wenig zu stören, sind die besonders lauten Vorarbeiten dank Teilgenehmigung schon seit Anfang der Semesterferien im Gange. „Mit großer Freude“ sieht Michael Leonhart (SPD) die Bagger am Werk: „Eine Baugrube kann man zuschütten, aber wenn das Fundament erstmal liegt, dann gibt es kein Zurück mehr.“ Mit etwas mehr als 28 Millionen Euro ist der Bau veranschlagt, der auf dem Gelände der ehemaligen Parteizentrale der NSDAP am Königsplatz entsteht. Ende 2013 soll hier ein Kubus aus Weißbeton stehen, der Entwurf hatte sich bei einem Wettbewerb durchgesetzt. Er stammt von den Berliner Architekten Bettina Georg, Tobias Scheel und Simon Wetzel. Das Doku-Zentrum bekommt sechs oberirdische und zwei unterirdische Geschosse und soll neben einer Dauer- und einer Wechselausstellung auch einen Vortragssaal, eine Bibliothek und Seminarräume beherbergen. „Die Hardware ist damit geschaffen“, sagte Leonhart - „und ich bin zuversichtlich, dass wir uns bald mit einem pädagogischen Ausstellungskonzept befassen und damit auch eine gute Software bekommen.“ Offmann will dabei auch die Bürger einbinden: „Wir müssen die Menschen am Entwicklungsprozess beteiligen.“

kf

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