Sagt er aus?

V-Mann "Piatto" erneut zum Prozess geladen

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Das Oberlandesgericht München hat einen V-Mann aus dem innersten Zirkel des NSU-Unterstützernetzwerks in Chemnitz erneut als Zeugen geladen. Carsten Szczepanski alias „Piatto“ soll jetzt am 3. Dezember vernommen werden.

München  - Das Oberlandesgericht München hat einen V-Mann aus dem innersten Zirkel des NSU-Unterstützernetzwerks in Chemnitz erneut als Zeugen geladen. Carsten Szczepanski alias „Piatto“ soll jetzt am 3. Dezember vernommen werden.

München (dpa/lby) -  Das geht aus einer Verfügung des Gerichts hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Seine Vernehmung am Dienstag war ausgefallen, weil sich die Hauptangeklagte Beate Zschäpe krank gemeldet hatte. „Piatto“ war vor 14 Jahren als V-Mann enttarnt worden und lebt seither aus Angst vor Rache unter neuer Identität an einem geheimen Ort.

In den neunziger Jahren hatte er zum innersten Zirkel der rechtsextremen Organisation „Blood & Honour“ in Chemnitz gehört. Dort hatte er 1998 - also zwei Jahre vor dem ersten Mordanschlag des NSU - erfahren, dass die Unterstützer Waffen für das untergetauchte Trio beschaffen wollten. Diese Information hatte er seinen V-Mann-Führern vom Verfassungsschutz in Brandenburg gemeldet. Dem NSU werden zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge zur Last gelegt.

dpa

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