Entpflichtung beantragt

NSU-Prozess geht trotz Verteidiger-Krise weiter

München - Ungeachtet der Eskalation zwischen der Hauptangeklagten Beate Zschäpe und ihren drei ursprünglichen Verteidigern geht am Dienstag der NSU-Prozess weiter.

Zschäpe hatte in der vergangenen Woche Strafanzeige gegen die Anwälte erstattet und das Gericht erneut gebeten, alle drei zu entpflichten. Eine Entscheidung dazu stand zunächst noch aus. Frühere ähnliche Anträge sowohl Zschäpes als auch der Verteidiger hatte der Senat bisher immer abgelehnt.

Als Zeugen hat das Gericht den früheren Thüringer Landesvorsitzenden der NPD-Nachwuchsorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) geladen. Er soll ein Gespräch mitgehört haben, bei dem es um das in den Untergrund abgetauchte NPD-Trio gegangen sein soll.

Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin muss sich für die zehn Morde verantworten, die die Bundesanwaltschaft der Gruppe zur Last legt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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