NSu-Prozess

Noch ein Verfahren gegen Zschäpe

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Beate Zschäpe

München - Der Generalbundesanwalt ermittelt jetzt gegen Beate Zschäpe wegen der Taschenlampen-Bombe, die ihre NSU-Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt 1999 in einer türkischen Gaststätte in Nürnberg deponiert hatten.

Der Angeklagte Carsten S. hatte bei seiner Vernehmung in der vergangenen Woche einen Hinweis auf diesen Anschlag gemacht. Zunächst herrschte Rätselraten, weil diese Tat von der Polizei nie in Zusammenhang mit den NSU-Terroranschlägen gebracht worden war. Eine Putzhilfe fand die als Taschenlampe getarnte Rohrbombe. Als sie die Lampe anschalten wollte, explodierte der Zünder, zum Glück aber nicht der gesamte Sprengstoff. Sie wurde dabei leicht verletzt.

Die Vernehmung von Carsten S. wurde gestern fortgesetzt. Die Nebenkläger fragten nach Details zum Geständnis des Angeklagten, der dem Terror-Trio jene Waffe geliefert hatte, mit der mindestens neun Menschen ermordet wurden. Dabei stellte sich heraus, dass der Verfassungsschutz schon haarscharf am Trio dran war: Carsten S. war bereits von dem Gemeimdienst überwacht worden, seine Handy-Nummer war bekannt. Vermutlich habe der Verfassungsschutz die Daten von einem NPD-Funktionär, der später als VS-Mitarbeiter enttarnt wurde.

Ebu

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