Statistikamt zeigt: In Milbertshofen – Am Hart leben die meisten Migranten

Nur jeder 3. ein Münchner Kindl

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Anzahl der Ausländer und Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund (Für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf die Grafik!)

Ein echter Münchner ist hier geboren, heute ist das nur jeder dritte Bürger der bayerischen Landeshauptstadt.

Noch seltener ist der „waschechte Münchner“, als solcher darf man sich nur bezeichnen, wenn beide Elternteile ebenfalls hier das Licht der Welt erblickten haben.

Münchens Besucher-Magneten: Die Top Ten der Sehenswürdigkeiten

PLATZ 10: RESIDENZ (250.000 Besucher pro Jahr). Früher war die Residenz am Odeonsplatz Heimstatt von Herzögen, Kurfürsten und Königen. © Schlaf
Heute darf sich jeder hier sonnen und am größten Innenstadtschloss Deutschlands erfreuen. © Schlaf
Eine Viertel Million Besucher nutzen das im Jahr und bringen der Residenz so Platz zehn ein. © Schlaf
Der weitläufige Palast umfasst zehn Höfe. © Schlaf
Das angeschlossene Museum besteht aus 130 Schauräumen und ist heute eines der bedeutendsten Raumkunstmuseen Europas. © Schlaf
PLATZ 9: NYMPHENBURG (560.000 Besucher). Das Schloss Nymphenburg wurde 1664 von Kurfürst Ferdinand Maria als Geschenk an seine Frau Adelheid von Savoyen in Auftrag gegeben – als Dank für die Geburt des Thronerben. © Schlaf
Es war lange Zeit die Sommerresidenz der Wittelsbacher – heute darf jeder die Räume und den Park besuchen. © Westermann
560 000 Menschen nutzen pro Jahr diese Möglichkeit ... © Schlaf
und bringen das Schloss so auf Platz neun der Bestenliste. © Schlaf
Bis heute haben die Wittelsbacher Wohnrecht in den drei Mittelgebäuden. © Schlaf
Platz 8: PINAKOTHEKEN (875.000 Besucher). Kunst für alle bieten die drei Pinakotheken. 875 000 Besucher pro Jahr danken es ihnen und bringen die Museen damit auf Platz acht. © Schlaf
Ob alte Meister oder wilde Avantgardisten – in einem der drei Häuser finden Kunstfreunde, was ihr Herz begehrt. © Schlaf
Die Pinakothek der Moderne (Foto) hat außer Montag von 10 bis 18 Uhr geöffnet (Donnerstag bis 20 Uhr). Der Eintritt kostet 9,50 Euro. © Schlaf
Die Alte Pinakothek hat gleiche Öffnungszeiten, der Eintritt kostet 5,50 Euro. © Schlaf
Die Neue Pinakothek hat außer Dienstag von 10 bis 20 Uhr geöffnet (Mittwoch bis 20 Uhr). Der Eintritt kostet 5,50 Euro. © Schlaf
PLATZ 7: DEUTSCHES MUSEUM (1,22 Mio. Besucher). Lernen und dabei Spaß haben ist das Motto des Deutschen Museums. © Schlaf
Es ist mit 1,22 Millionen Besuchern im Jahr die Nummer sechs unter Münchens Attraktionen. © Schlaf
Tagesausflügler werden allerdings Probleme mit der Zeit bekommen, denn an einem Tag hat man so gut wie keine Chance, alle Attraktionen zu sehen. © Schlaf
Ob Raumfahrt, Bergbau, Schifffahrt, Chemie oder Physik ... © Kurzendörfer
... es gibt fast nichts, das einem das Museum nicht erklären oder zeigen kann. © Bodmer
PLATZ 6: HELLABRUNN (1,3 Mio. Besucher). Rund 14 800 Tiere leben im Tierpark Hellabrunn. © Haag
Insgesamt verzeichnet der 1911 eröffnete Zoo pro Jahr gut 1,3 Millionen Gäste. © Kurzendörfer
Das bringt ihm Platz sechs ein. © Haag
Der Tierpark ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. © Schlaf
Die Tierhäuser schließen eine halbe Stunde vor Ende der Besuchszeit. © Kruse
PLATZ 5: HOFBRÄUHAUS (1,5 Mio. Besucher). Diese Wirtschaft hat München weltweit berühmt gemacht. „In München steht ein Hofbräuhaus“ wird etwa in den USA, in Japan oder Italien mit der gleichen Inbrunst gesungen wie bei uns. © Schlaf
Im Hofbräuhaus selbst schunkelt dann jeder einmütig zur Melodie. © Schlaf
Und so gut wie kein München-Tourist reist ab, ohne nicht wenigstens einen Blick in die ehrwürdigen Trinkhallen geworfen und sich von der Gastfreundlichkeit der vielen Stammtische überzeugt zu haben. © Schlaf
So landet das Gasthaus am Platzl mit knapp 1,5 Millionen Besuchern im Jahr auf dem vierten Platz der Hitliste. © Westermann
Im Hofbräuhaus gibt es keinen Ruhetag. Täglich um 9 Uhr öffnen sich die Pforten für die Gäste. © Kurzendörfer
PLATZ 4: BMW WELT (2,2 Mio. Besucher). Der architektonisch und technisch ganz weit vorn liegende Blickfang am Olympiagelände liegt auf Platz vier. © dpa
Ob sich der Gast dabei mehr für die kulinarischen Vorzüge, eine Führung durch das BMW-Werk oder für eine der kulturellen Veranstaltungen interessiert, bleibt ihm überlassen. © dpa
Besonders Glückliche können sich hier auch ihren funkelnagelneuen BMW abholen. © obs/BMW AG
Die Auto-Welt hat täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. © dpa
Eine Werksführung kostet sechs Euro. © dpa
PLATZ 3: ENGLISCHER GARTEN (5,2 Mio. Besucher). Er ist die grüne Lunge der Stadt und mit einer Fläche von 4,17 km² eine der größten städtischen Grünanlagen der Welt: Der Englische Garten. Ideal, um zu relaxen, grillen, radeln, joggen und flirten. Jährlich zieht es 3,5 Millionen Besucher in den Englischen Garten. © dpa
Damit schafft der größte Park der Stadt Platz drei in der Bestenliste. Die Attraktionen sind – neben der wunderschön gestalteten Landschaft – der Biergarten am Chinesischen Turm ... © Jantz
... der Eisbach und der Monopteros, ... © dpa
... und für so manchen Besucher auch die Nackerten, die schon beim ersten Sonnenstrahl textilfrei braun werden wollen. © Kruse
Wer auf Action steht, sollte sich die Eisbachsurfer beim Haus der Kunst nicht entgehen lassen. Der Eintritt ist frei. © Schlaf
PLATZ 2: OLYMPIAPARK (5,2 Mio. Besucher). Atemberaubende Architektur, eine wunderbare Parklandschaft und legendäre Sportstätten – das zieht jährlich 5,2 Millionen Besucher in den Olympiapark. © Schlaf
Er wurde anlässlich der Olympischen Spiele 1972 auf dem ehemaligen Flughafen Oberwiesenfeld erbaut. © dpa
Dominiert wird das Gelände vom 291 Meter hohen Olympiaturm. © Westermann
Er hat täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet (letzte Auffahrt 23.30 Uhr). Der Eintritt kostet 4,50 Euro (Kinder 2,80 Euro). © dpa
Das Olympiastadion hat von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet (Zugang Kasse Nord). Eintritt: zwei Euro. © dpa
PLATZ 1: MARIENPLATZ (5,8 Mio. Besucher). Das Zentrum ist die unangefochtene Nummer eins. Nirgendwo werden mehr Besucher gezählt als an Marienplatz, Viktualienmarkt und Altem Peter. 2007 waren es 5,8 Millionen! © dpa
Beliebteste Einzelsehenswürdigkeit ist hier das Glockenspiel am Rathaus. Es erklingt dreimal täglich um 11 Uhr, 12 Uhr und 17 Uhr. © Kurzendörfer
Vom 85 Meter hohen Rathausturm hat man einen fast so schönen Blick auf die Stadt ... © Haag
... wie vom nebenan stehenden Alten Peter. Der kann von Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10 bis 18 Uhr bestiegen werden. © Kruse
Wer vom Treppensteigen müde ist, den stärken die 140 Händler am Viktualienmarkt Montag bis Samstag bis längstens 20 Uhr mit allerlei Leckerem. © Schlaf

Aber auch der deutsche Münchner bildet nicht in allen Stadtvierteln die Mehrheit, das zeigt sich im aktuellen Heft des Statistischem Amtes. In Milbertshofen – Am Hart sind nur noch 48,5 Prozent der Bevölkerung deutsch, d. h. sie haben einen deutschen Vater und eine deutsche Mutter. Gesamtstädtisch sind immerhin 64,4 Prozent oder 871 739 Bürger nach dieser Definition deutsch, der Rest setzt sich aus Migranten zusammen. Zu ihnen gehören folgende Gruppen:

  • Jene, die eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen: 185 223 aus Nicht-EU-Ländern, 128 199 aus EU-Staaten
  • Deutsche mit einfachem Migrationshintergrund, d. h. Mutter oder Vater sind Ausländer (32 431) und mit zweifachem Hintergrund (94 269)
  • „Optionskinder“, die durch ihre Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft haben und sich bei Volljährigkeit für diese oder ihre ausländische Staatsangehörigkeit entscheiden müssen
  • 34 980 Spätaussiedler: deutsche Volkszugehörige aus der ehemaligen Sowjetunion, aber auch aus ehemaligen Ostblockstaaten, Jugoslawien, Albanien und China.

Nach dieser Beschreibung hat jeder dritte Münchner einen Migrationshintergrund, im übrigen auch OB Christian Ude, dessen Mutter Schweizerin war.

Die Zusammensetzung der Bevölkerung ist in den Stadtteilen recht unterschiedlich. Der größte Migrantenanteil findet sich, wie oben erwähnt, in Milbertshofen, mit einer Ausländerquote von 35,1 Prozent und einem Migrantenwert von 16,4. In der Schwanthalerhöhe stehen 53,5 Prozent Deutsche 35,5 Prozent Ausländern und 11,5 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund gegenüber. Den höchsten Anteil dieser Gruppe weisen Ramersdorf-Perlach mit 17,5 Prozent, Milbertshofen und Felmoching–Hasenbergl mit 15,5 Prozent aus.

In Allach-Untermenzing hingegen gibt es nur 16 Prozent Ausländer und knapp 11 Prozent Bürger mit Migrantenhintergrund. Der Anteil der Deutschen ist dort mit 73,3 Prozent stadtweit der höchste, gefolgt von Pasing-Obermenzing (72,5 Prozent), Untergiesing-Harlaching (69,8 Prozent), Trudering-Riem (69,7) und Bogenhausen (69,1 Prozent).

bw.

Quelle: tz

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