Großeinsatz in der Nußbaumstraße

Gebinde mit Formaldehyd umgekippt

+
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und die verwendeten Geräte wurde noch vor Ort einer aufwändigen Dekontamination unterzogen.

München - Großeinsatz in der Klinik für Psychiatrie: Mehrere Gebinde mit dem giftigen Formaldehyd waren umgekippt und ausgelaufen. Die Feuerwehr rückte mit 60 Leuten in der Nußbaumstraße an.

Nach Angaben der Einsatzkräfte sind sie um kurz vor 12 Uhr zur Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) alarmiert worden. Wie die Feuerwehr vermutet, sind die Gebinde mit der giftigen chemischen Verbindung unsachgemäß gestapelt gewesen. Deshalb waren in dem Lagerraum im Untergeschoss mehrere Gebinde mit Formaldehyd umgestürzt. Dabei liefen ungefähr 15 bis 20 Liter der Chemikalie aus.

Als Angestellte das Malheur im Keller bemerkten, haben sie laut Feuerwehrmann Florian Hörhammer "völlig richtig reagiert". Sie haben sofort die Türen geschlossen, sich ferngehalten und die Feuerwehr alarmiert.

Mit Spritzschutzanzügen bekleidete Einsatzkräfte nahmen unter Atemschutz den ausgelaufenen Stoff auf. Anschließend musste der Raum im Keller, in dem das Formaldehyd ausgelaufen war, mit Gebläsen intensiv belüftet werden. Die Einsatzkräfte selbst, die Kleidung und die verwendeten Geräte mussten noch vor Ort einer aufwändigen Dekontamination unterzogen werden.

Formaldehyd wird unter anderem zur Leichenkonservierung benutzt, außerdem zur Konservierung von anatomischen und biologischen Präparaten, wie beispielsweise Insekten.

Verletzt wurde niemand, und auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Personal oder den Patienten kam es nicht.

Die Polizei hat während des Feuerwehreinsatzes die Straße abgesperrt. Der Einsatz hat rund drei Stunden gedauert.

weg

auch interessant

Meistgelesen

Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt

Kommentare